Homeoffice, Videokonferenzen, mehr Telefonate: Der Datenverkehr in Deutschland ist laut dem Digitalverband Bitkom in den vergangenen vier Wochen um rund zehn Prozent gestiegen. "Dieser Zuwachs wurde von den Netzen problemlos ohne Überlastungen, Engpässe oder Störungen verkraftet", sagt Nick Kriegeskotte, Leiter Infrastruktur und Regulierung bei Bitkom, im Interview mit der Funke-Mediengruppe.
Die Sprachtelefonie habe in den vergangenen Wochen um knapp 50 Prozent zugenommen. Die mobile Datennutzung sei hingegen gesunken, weil mehr Menschen zu Hause seien und über das WLAN im Internet surften. Allgemein stelle das Homeoffice an die Datengeschwindigkeit meistens nicht so hohe Anforderungen. "Das Anspruchsvollste sind Videokonferenzen. Ein Anschluss mit einer Geschwindigkeit von 50 Mbit/s ist dafür auf jeden Fall ausreichend", so Kriegeskotte.
Ausbau der Digital-Infrastruktur in ländlichen Gebieten gefordert
95 Prozent der Bitkom-Mitgliedsfirmen ersetzen Präsenztreffen durch Videokonferenzen. Probleme zeigen sich aber in ländlichen Gebieten. „Schon vor der Krise hatten viele Unternehmen mit schlechten Übertragungsgeschwindigkeiten zu kämpfen“, erklärt Sarna Röser, der Bundesvorsitzende des Wirtschaftsverbands "Die Jungen Unternehmen". Er fordert deshalb einen schnellen Ausbau der digitalen Infrastruktur außerhalb der Ballungsgebiete. (hoe)



