Zwar spielen Mitarbeiter bei der IT-Sicherheit  eine große Rolle, am häufigsten setzen IT-Verantwortliche im Mittelstand allerdings auf technische Komponenten wie Sicherheitslösungen oder Patch-Management.

Zwar spielen Mitarbeiter bei der IT-Sicherheit eine große Rolle, am häufigsten setzen IT-Verantwortliche im Mittelstand allerdings auf technische Komponenten wie Sicherheitslösungen oder Patch-Management.

Bild: © peterschreiber.media/Adobe Stock

In den Microsoft-Betriebssystemen Windows 10 und Windows Server 2016/2019 wurde eine Schwachstelle entdeckt, die dazu führen kann, dass Zertifikate, denen das Betriebssystem vertraut, von unbefugten Dritten nachgeahmt und missbraucht werden können. Das BSI stuft die Schwachstelle als kritisch ein. Zwar sei eine Ausnutzung der Schwachstelle dem BSI bisher nicht bekannt. Laut Einschätzung von Analysten sei das Ausnutzen der Schwachstelle jedoch verhältnismäßig einfach, sodass davon auszugehen sei, dass innerhalb kürzester Zeit entsprechende Cyber-Angriffe durchgeführt werden. Das BSI rät daher Anwendern von Windows 10 und Windows Server 2016/2019 dringend, das von Microsoft zur Verfügung gestellte Software-Update umgehend zu installieren.

"Wir alle genießen die Vorzüge digitaler Prozesse, wir nutzen Online-Banking, wir kaufen im Internet ein, wir steuern elektronische Geräte per App und wir profitieren von digitalen Abläufen in Wirtschaft und Verwaltung. Je weiter diese Digitalisierung geht, desto abhängiger sind wir auch von funktionierenden und vertrauenswürdigen Systemen. Daher ist der Umgang mit Schwachstellen in diesen Systemen essentiell für den Erfolg der Digitalisierung. Welche Folgen Schwachstellen haben können, hat 2017 die Angriffswelle mit der Schadsoftware Wannacry gezeigt. Hersteller sind aufgerufen, durch entsprechende Qualitätssicherung Schwachstellen in ihren Produkten von vornherein möglichst zu vermeiden. Tauchen Schwachstellen auf, so müssen sie schnellstmöglich geschlossen werden. Anwender sind aufgerufen, vorhandene Sicherheitsupdates schnellstmöglich zu installieren," warnte dazu BSI-Präsident Arne Schönbohm. (sg)

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