Im Jahr 2018 wurden fast 3 GW an Photovoltaikanlagen neu installiert.

Im Jahr 2018 wurden fast 3 GW an Photovoltaikanlagen neu installiert.

Bild: © OFC Pictures/AdobeStock

Im Jahr 2021 feiern erste Erneuerbare-Energien-Anlagen ihr 20-jähriges Jubiläum im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Grund zur Freude gibt es für die Besitzer dieser Anlagen jedoch nicht: Damit entfällt zum ersten Mal die seit dem Jahr 2000 garantierte Einspeisevergütung durch das EEG. Für alle Betroffenen stellt sich nun die Frage, welche Perspektiven und Chancen sich dadurch bieten.

Antworten auf die Post-EEG-Welle

In Zahlen: Von 2021 bis 2031 läuft für 900.000 EE-Anlagen die EEG-Vergütung aus. Insbesondere für Energieversorger eröffnet sich durch diese Entwicklung ein weitestgehend unbesetzter Markt mit lukrativen Aussichten, verdeutlicht Florian Vetter, der Head of Sales beim Virtuellen Kraftwerk der EnBW ist. In der Regel sei schließlich der Versorger der erste Ansprechpartner für Anlagenbetreiber.

Gehe man hier proaktiv vor, sei es noch effizienter, so Vetter. Denn wechsle der Anlagenbetreiber freiwillig vor Auslaufen der EEG-Förderung in die EEG-Direktvermarktung, können durch die zusätzlichen Erlöse die Kosten für die Fernsteuerbarkeit der Anlage schon amortisiert werden. Außerdem sei die Anlage auf das Auslaufen der Förderung vorbereitet. Sie muss dann nur noch von der EEG-Direktvermarktung in die sonstige Direktvermarktung wechseln.

Direktvermarktung als White-Label

EnBW hat dazu eine Direktvermarktungs-Lösung als White-Label-Produkt für Versorger entwickelt. Dabei übernehmen Experten im Hintergrund die energiewirtschaftliche Abwicklung und Vermarktung. Die Energieversorger indes halten weiterhin die Kundenbeziehung.

So können sich Unternehmen auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und gleichzeitig sei für die optimale Bewirtschaftung der Anlagen gesorgt, so Vetter. Hinzu werden weitere Pakete angeboten wie Modelle mit Reststrombezug oder Regio-Strom.

Digitalisierte und automatisierte Prozesse

Entscheidend für die wirtschaftliche Vermarktung kleiner und mittlerer Erzeugungsanlagen sei die Automatisierung der Prozesse und ein möglichst hoher Anteil des "Self-Service" der Kunden, so der EnBW-Mann. Gerade bei kleinen Anlagen seien die Margen zu gering, als dass manuelle Prozesse wirtschaftlich tragbar seien.

Die Lösung namens Interconnector Energyhubs könne mit Content, Erlösrechnern, Angebotsstrecken und einem interaktiven Partner- sowie Kundenportal sämtliche Pre- und Aftersales-Prozesse automatisieren – im Look & Feel des Partners. (sg)

Mehr zu der White-Label-Lösung finden Sie in der aktuellen ZfK, die am 8. April erscheint (das Abo dazu finden Sie hier) und auf der Euroforum-Tagung am 7. Mai in Berlin.

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