Der Dresdner IT-Dienstleister Cloud&Heat Technologies will der Energiebranche den Zugang zum Markt für Rechenzentren und Cloud-Computing öffnen. "Durch die zunehmende Digitalisierung wächst der Bedarf an dezentraler und sicherer Rechenkapazität unaufhaltsam", teilte das Unternehmen am Freitag in Dresden mit. Parallel sei der weltweite Umsatz durch Cloud Computing seit 2010 um den Faktor 3 auf 182,4 Milliarden US-Dollar gestiegen. Der Cloud-Markt zähle zu den lukrativsten Branchen überhaupt.
Nach Angaben des Unternehmens geht damit ein erheblich wachsender Energiebedarf einher: "Schätzungen zufolge werden Rechenzentren im Jahr 2030 über 2000 Terawattstunden Strom weltweit beziehen, rund 400 Prozent des derzeitigen Bedarfs." Für die Energieversorger sei dieser Trend eine Chance, selbst in den Markt einzusteigen und dabei unter anderem die Möglichkeit zu erlangen, CO2-neutrale Wärme zu erzeugen und die Stromnetze zu stabilisieren.
"Dazu werden wassergekühlte Rechenzentren an mehreren Standorten installiert und in vorhandene Energienetze integriert", hieß es. Neben der Deckung des eigenen IT-Bedarfs könnten Versorger so eine neue Einnahmequelle generieren – indem sie Rechenkapazität an Kunden verkaufen oder Cloud-Anbietern zur Verfügung stellen. Zudem ließe sich die Abwärme der Rechenzentren in die Nah- und Fernwärmenetze einspeisen oder für den Eigenbedarf nutzen. Die 2011 gegründete Firma hat nach eigenen Angaben mehr als 100 Beschäftigte und betreibt 24 Rechenzentren. Der Umsatz lag 2018 bei rund 15,5 Millionen Euro. (dpa/sg)



