Der Energiekonzern Eon will mit dem #GreenInternet Day darauf aufmerksam machen, dass die global steigende Internetnutzung mit einem wachsenden Stromverbrauch verbunden ist. Ziel der Aktion ist es, eine Debatte darüber anzuregen, "wie das Internet grün werden kann", so das Essener Unternehmen.
Der größte Stromverbrauch bei der Internetnutzung entstehe laut Eon gar nicht durch internetfähige Geräte wie Smartphones, Fernseher oder Geldautomaten. Viel relevanter sei die Bereitstellung der Daten in Rechenzentren. Eon geht davon aus, dass Rechenzentren bis zum Jahr 2030 insgesamt 13 Prozent des weltweiten Strombedarfs verantworten werden.
5G wird Stromverbrauch um 3,8 TWh steigern
In einer Studie hat das Unternehmen kürzlich errechnet, dass neue Anwendungen, die durch den Mobilfunkstandard 5G möglich werden, allein in Deutschland zu einem zusätzlichen Stromverbrauch von 3,8 TWh bis zum Jahr 2025 führen werden – genug Energie, um die Städte Köln, Düsseldorf und Dortmund ein Jahr mit Strom zu versorgen.
Der #GreenInternet Day soll mit verschiedenen Aktionen auf diese Herausforderung aufmerksam machen. Eon wird seine Homepage am Mittwoch für einen Tag symbolisch schwarz schalten. In einer Online- und Social Media-Kampagne veröffentlicht der Konzern schwarz gehaltene Posts mit der ungewöhnlichen Botschaft "Don’t click this. Es verbraucht Strom". Ein YouTube-Video fordert dazu auf, es nicht weiter anzuschauen und möglichst schnell zu überspringen.
Lösung: klimafreundliche Versorgung der Rechenzentren
Diese Aktionen fordern zu einem ungewohnten Online-Verhalten auf. So wird veranschaulicht, dass Online-Abstinenz oder die Reduzierung von Online-Aktivitäten heutzutage kaum mehr möglich und vor allem nicht sinnvoll ist. Wer dennoch bei dieser Kampagne "klickt", wird auf die von Eon erstellte Seite green-internet geleitet, wo Fakten und Hintergründe über das Thema Internet & Energie informieren.
Die Lösung für den steigenden Stromverbrauch des Internets sieht das Unternehmen in der klimafreundlichen Versorgung von Rechenzentren. Schon heute beliefert Eon Rechenzentren mit sauberer Energie oder baut an den Standorten hocheffiziente Blockheizkraftwerke oder Brennstoffzellen – oft kombiniert mit Photovoltaik-Systemen oder Windenergie.
Potenzial der Abwärme nutzen
Großes Potenzial bietet auch die Abwärme, die in Rechenzentren entsteht und bislang ungenutzt verschwendet wird. Mit der Abwärme aus Rechenzentren lassen sich die Wohnungen ganzer Stadtteile heizen, heißt es aus dem Unternehmen. (pm)



