Von dem Rückruf der Energieversorgung Marienberg sind rund 8500 Strom- und Gaskunden betroffen.

Von dem Rückruf der Energieversorgung Marienberg sind rund 8500 Strom- und Gaskunden betroffen.

Bild: © Karin Jähne/Adobestock

Die technische Umsetzung der Preisbremsen für Strom und Gas bis März kommenden Jahres ist mit die größte Herausforderung für die Energieversorger. Das gilt unter anderem auch deshalb, weil viele Unternehmen auf ältere Legacy-Softwaresysteme setzen, die bei größeren Veränderungen einen hohen Anpassungsaufwand erzeugen.

Ob SAP, Schleupen, Wilken oder Powercloud – alle großen Hersteller überlegen bereits, wie sie das Thema umsetzen können. Zum Teil gibt es hier bereits Gespräche mit der Stadtwerkebranche. Das Ziel: Eine möglichst einfach umsetzbare und standardisierbare Lösung. Ohne verbindliche Detailvorgaben und ein endgültiges Konzept des Gesetzgebers können die IT-Hersteller nicht loslegen.

Auch der IT-Plattformanbieter Powercloud steht hier in den Startlöchern. Er kündigte am Donerstag an, auch diese gesetzgeberischen Updates kostenfrei in seinen SaaS-Lösungen zur Verfügung stellen. „Wir gehen diese Themen mit voller Kraft an und bereiten Umsetzungspläne entsprechend der offiziellen Vorgaben und Regelungen vor. Die Ergebnisse stehen dann sehr schnell unseren Kunden zur Verfügung“, erklärte Tobias Hirning, Sales Director DACH bei Powercloud.

Herkulesaufgabe für die Branche

Das Beispiel verdeutliche den grundsätzlichen Vorteil von SaaS-Modellen. Ein beträchtlicher Teil der hergebrachten IT-Kosten und des dazugehörenden Aufwands falle nicht mehr allein bei den Kunden an, sondern werde von vielen Schultern getragen und geteilt – und das gelte selbst bei Herkulesaufgaben wie der Strom- und der Gaspreisbremse. Alle dazugehörenden Prozesse liefen standardisiert bei den EVU ab. (hoe)

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