Seit vergangener Woche ist der Landkreis dank der Notinfrastruktur wieder eingeschränkt arbeitsfähig und per E-Mail erreichbar.

Seit vergangener Woche ist der Landkreis dank der Notinfrastruktur wieder eingeschränkt arbeitsfähig und per E-Mail erreichbar.

Bild: © James Thew/AdobeStock

Von Artjom Maksimenko

Nach einem Hackerangriff auf ihre IT-Infrastruktur am Wochenende sind die Stadtwerke Detmold weiterhin weder per E-Mail noch telefonisch erreichbar. Betroffen sei die Kommunikation nach außen sowie innerhalb des Unternehmens.

Darüber informiert eine Nachricht auf der Homepage des Versorgers aus Ostwestfalen-Lippe. Einen Einfluss auf die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Fernwärme habe der Angriff nicht, versichern die Stadtwerke.

Versorgungssicherheit gewährleistet

Auch die Netzwerke zur Steuerung und Überwachung der kritischen Infrastruktur seien von den betroffenen Systemen getrennt und würden stabil arbeiten, heißt es aus Detmold weiter. Eine schnelle Lösung sei nicht in Sicht, sagte der Technische Leiter der Stadtwerke, Andreas Schlichting, im Gespräch mit dem WDR am 18. November. "Unsere IT-Abteilung arbeitet mit Hochdruck und der Unterstützung Externer daran, das Problem zu lösen. Das System wird schrittweise wieder aufgebaut. Wir hoffen, dass wir zum Ende der Woche wieder etwas arbeiten können." Antworten auf die Fragen nach der Vorgehensweise, den Zielen und den Hintergründen des Angriffs stehen noch aus. Die Polizei Bielefeld ermittelt.

Indes weist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) darauf hin, dass sich die Zahl der Cyberangriffe weiterhin auf hohem Niveau befindet. Das geht aus dem Bericht "Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2025" hervor, der am 11. November erschienen ist und den Zeitraum vom 1. Juli 2024 bis zum 30. Juni 2025 betrachtet. Demnach befinden sich insbesondere KMU sowie kritische Infrastrukturen vermehrt im Fokus von Angreifern.

Der Bericht weist zudem auf eine deutliche Zunahme von IT-Schwachstellen hin, die gezielt ausgenutzt werden, um Schadsoftware wie Infostealer zu verbreiten. Dabei spielen menschliche Faktoren wie mangelnde Sensibilisierung und fehlende Sicherheitsvorkehrungen eine wichtige Rolle. Auch das Bedrohungsszenario durch staatlich gesteuerte Angriffe wird als "besorgniserregend" eingestuft. Unter dem Strich nehmen Angriffe auf Energieversorgung, Gesundheitswesen und Industrieunternehmen weiter zu, was erhebliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Risiken birgt, so das BSI.

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