Gut 3500 Photovoltaikanlagen liefern in Bielefeld Strom durch Sonnenenergie. Für die Betreiber von rund 500 dieser Anlagen hat mit Beginn dieses Jahres eine neue Zeitrechnung begonnen. Ältere PV-Anlagen, sogenannte Post-EEG-Anlagen, fallen seit Beginn des Jahres 2021 aus der Förderung. Besitzer stehen deshalb nun vor der Frage, wie es mit ihrer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) weitergeht.
Praktisches Hilfsmittel
Unterstützung liefern hier von sofort an die Stadtwerke Bielefeld. Antworten auf Fragen wie: Wie nutze ich den erzeugten Strom nur für den Eigenbedarf? Lasse ich den Strom direkt vermarkten?, liefert das von den Stadtwerken entwickelte Web-Tool „Lösungsfinder für Post-EEG-Anlagen“ auf der Website der Stadtwerke.
„Unser Lösungsfinder hilft den Betreibern von Post-EEGAnlagen transparent und einfach bei der Frage nach dem Weiterbetrieb. Indem das Tool die verschiedenen Optionen berücksichtigt, geben wir dem Anlagenbetreiber ein praktisches Hilfsmittel an die Hand, um seine Photovoltaik-Anlage weiter sinnvoll zu nutzen und gleichzeitig sauberen Strom zu erzeugen“, sagt der Leiter der Produktentwicklung, Stefan Seele.
Wie es funktioniert
Im Lösungsfinder können Betreiber in einem einfachen Prozess die Leistung ihrer Anlage, das Jahr der Inbetriebnahme sowie ihre Investitionsbereitschaft eintragen. Auf der Internetseite wird der Nutzer durch die Fragestellungen geführt und erhält auf Grundlage der eingegebenen Daten die Weiterbetriebsmöglichkeiten für seine Anlage angezeigt. Am Ende stehen für den Betreiber vier Optionen zur Auswahl: den Strom weiter einzuspeisen, den erzeugten Strom direkt zu vermarkten, auf Eigenverbrauch zu setzen oder eine neue Anlage zu installieren.
Nicht außen vor bleiben beim Lösungsfinder zudem auch die Betreiber einer jüngeren PV-Anlage. Das Tool unterstütze sie wie auch die Besitzer älterer Anlagen bei der Suche nach alternativen Betriebskonzepten oder aber einer Ergänzung zur bestehenden Anlage. So lässt sich prüfen, ob die Anschaffung eines Batteriespeichers oder die einer Ladestation für das Elektroauto zukünftig Sinn für den Anlagenbetreiber machen.
Dass die Stadtwerke hier einen Nerv getroffen haben, zeige sich auch dadurch, dass bereits weitere Kommunalversorger ihr Interesse an dem Tool bekundet haben, so die Bielefelder. (sg)



