"Unsere Versorger-Allianz 450 deckt jetzt mehr als 50 Prozent der gesamtdeutschen Bevölkerung und rund ein Drittel der bundesdeutschen Fläche ab", freut sich Theo Waerder, Vorstandsvorsitzender der Initiative und Geschäftsführer von Bonn Netz. Dabei würden Sparten- und Gebietsüberschneidungen soweit erkennbar, insoweit berücksichtigt, dass Einwohner und Fläche natürlich nur einmal gezählt werden.
Neu hinzugekommen sind das Kreiswasserwerk Cochem-Zell, die Stadtwerke Bad Salzuflen GmbH, die Stadtwerke Wiesbaden Netz GmbH, die Stadtwerke Bielefeld Netz GmbH und der Wasserverband Aabach Talsperre sowie die Stadtwerke Essen, einer der bedeutendsten kommunalen Versorgungsunternehmen in Nordrhein-Westfalen.
"In Anbetracht der Corona-Pandemie hat mich die ungehemmte weitere Unterstützung der Branche zunächst etwas gewundert, da wir durch unsere systemrelevante Versorgungsaufgabe mit unserer kritischen Infrastruktur derzeit vor bisher nie dagewesenen Herausforderungen stehen", so Waerder. Schließlich müssten die Unternehmen bei zunehmenden Infektionen, Bürger dauerhaft mit Strom, Gas, Trinkwasser, Wärme, Beleuchtung usw. versorgen. "Doch genau hierin scheint auch die Lösung zu liegen, wie eine deutliche Mehrheit der Unternehmen ihre aktuelle Unterstützung begründet", erläutert Waerder.
Warum gerade jetzt?
Gerade mit einer schwarzfallfesten 450 MHz-Frequenz sehen die Unternehmen die realistische Chance technische Systeme zu implementieren, die auch in einer solchen Pandemie es erlauben werden, und dies ohne persönliche Kontakte, unsere zunehmend komplexer werdenden Abläufe und Abhängigkeiten zu steuern und zu überwachen, erklärt er.
Auch durch die geplante bundesweite Verfügbarkeit dieses Branchennetzes wären die Versorgungssysteme trotz Ausgangssperren, Quarantäne und Zutrittsverboten steuerbar und auch ein Sprachaustausch jederzeit und von überall möglich. Damit stützen diese Unternehmen unsere Einschätzung der Systemrelevanz der 450 MHz-Frequenz für die Energie- und Wasserwirtschaft. "Da bleibt zu hoffen, dass die politischen und verantwortlichen Entscheidungsträger jetzt kurzfristig die Entscheidung pro diskriminierungsfreies, flächendeckendes, über alle Versorgungsebenen nutzbares sowie spartenübergreifendes Branchennetz der Versorgungsbranche trifft", bekräftigt der Bonn-Netz-Geschäftsführer.
Was jetzt für eine Entscheidung pro Energiewirtschaft spricht
"Bei einer Entscheidung pro unseres Branchennetzes wäre auch eine baldige Umsetzung möglich, die darüber hinaus auch schon von der Branche durchfinanziert ist," erklärt Waerder. Ein Netz für die BDBOS sei hingegen bei den derzeitigen und noch zu erwartenden Staatsausgaben "der Pandemiefolgekosten derzeit und über Jahrzehnte wohl nicht mehr finanzierbar". Auch diese Erkenntnis sollte eine baldige Entscheidung pro Energie- und Wasserwirtschaft ermöglichen, hofft Waerder. (sg)
