Um im Energiesystem der Zukunft viele Erzeuger, unterschiedlichste Energiequellen sowie Millionen Verbraucher miteinander zu verbinden, brauchen diese Komponenten eine unverwechselbare Identität.
Erst so lassen sich verlässlich Liefer- und Vertragsbeziehungen eingehen.

Um im Energiesystem der Zukunft viele Erzeuger, unterschiedlichste Energiequellen sowie Millionen Verbraucher miteinander zu verbinden, brauchen diese Komponenten eine unverwechselbare Identität. Erst so lassen sich verlässlich Liefer- und Vertragsbeziehungen eingehen.

Bild: © ipopba/AdobeStock

Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) startet gemeinsam mit 21 Partnern die Entwicklung eines Machine Identity Ledger. Die auf Blockchain basierende Technologie habe das Potenzial, eine wichtige Infrastruktur für ein automatisches Gerätemanagement in einem digitalen Energiesystem zu bilden, heißt es in der zugehörigen Pressemitteilung dazu.

Partner sind unter anderem EnBW, EY Law, Fraunhofer FIT, Gwadriga, Jacobs University, Meterpan, OFFIS, PPC, SAP, Theben, T-Systems, Voltaris, VSE und 50Hertz

Klare Identifikation nötig

Um im Energiesystem der Zukunft viele Erzeuger, unterschiedlichste Energiequellen sowie Millionen Verbraucher miteinander zu verbinden, brauchen diese Komponenten eine unverwechselbare Identität.
Erst so lassen sich verlässlich Liefer- und Vertragsbeziehungen eingehen. Die Systemsicherheit muss dabei möglichst hoch und die Kommunikationskosten müssen gering sein.

Hier setzt der Blockchain Machine Identity Ledger als digitales Register für Geräteidentitäten an.

Erprobung eines Identitätsregisters

Philipp Richard, Teamleiter Digitalisierung bei der Dena: „Für ein dezentral und digital gestütztes Energiesystem liegen weiterhin viele Aufgaben vor uns. Es fehlt bis dato an digitalen Diensten, die auf dem Smart Meter Rollout aufsetzen, interoperabel sind und alle Anlagen des Energiesystems einschließen und erfassen.“

Abhilfe soll ein Identitätsregister schaffen, das auf dezentral operierenden Kommunikationstechnologien erprobt wird. Für den Aufbau einer digital gestützten Marktkommunikation könne es einen großen Erkenntnisgewinn bieten, so die Dena.

Basis für ein digital gestütztes Marktdesign

Der Machine Identity Ledger soll als Basis dienen, um weitere systemdienliche Dienste und marktorientierte Anwendungen aufzubauen. Dabei wird der Smart Meter Gateway (als Vertrauensanker) eingebunden. Damit soll das Pilotprojekt Hand in Hand mit den Smart-Meter-Rollout-Plänen der Bundesregierung gehen und könnte diesen über Smart-Meter-basierte Geschäftsmodelle sogar neuen Schub verleihen, so die Dena.

Ein Stück Autobahn für die Digitalisierung der Energiewirtschaft

Um in Zukunft eine hohe Anzahl an Marktteilnehmern zu erreichen, sind geringe Kommunikationskosten für das Teilen von Daten notwendig. Außerdem braucht es sichere, zuverlässige, interoperable und nachvollziehbare Systeme, um diese Informationen zu verifizieren.

Der Machine Identity Ledger zielt darauf ab, die rasch zunehmenden Schnittstellen im Energiesystem zu verbinden und eine kosteneffiziente Koordination zu ermöglichen. Auf dem Weg in die digitale Zukunft der Energiewirtschaft kann ein dezentrales digitales Identitätsregister ein Stück Autobahn darstellen.

Digitale Lücke schließen

„Mit dem Marktstammdatenregister und dem SMGW haben wir bereits wichtige Elemente für die informationstechnische Vernetzung aller Akteure geschaffen. Diese Bausteine gilt es jetzt mittels Blockchain Machine Identity Ledger zu verbinden“, sagt Prof. Jens Strüker vom Fraunhofer Blockchain-Lab in Bayreuth. So soll „die digitale Lücke auf dem Weg in eine marktwirtschaftliche, hocheffiziente Echtzeit-Energiewirtschaft weiter“ geschlossen werden.

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