Das Strommarktbietersystem wird aufbauend auf einer offenen Blockchain-Technologie realisiert, wodurch sich viele Vorteile gegenüber einem zentralen, proprietären System ergeben sollen.

Das Strommarktbietersystem wird aufbauend auf einer offenen Blockchain-Technologie realisiert, wodurch sich viele Vorteile gegenüber einem zentralen, proprietären System ergeben sollen.

Bild: © IRStone/AdobeStock

Im vom BMWi geförderten Projekt BEST werden Gewerbekunden im Netzgebiet der E-Regio in eine dezentrale Energiehandelsplattform eingebunden und der sichere und transparente Handel von Stromverbrauch und -erzeugung per Blockchain in die Praxis überführt.

Zentrales Managementsystem steuert und verbindet Anlagen

Dabei wird ein Strommarktbietersystem (SMBS) entwickelt, implementiert und in der Praxis eingesetzt, um den Stromhandel zwischen Anlagen im Geschäftsgebiet der E-Regio zu ermöglichen. Teilnehmende Anlagen werden über ein im Projekt entwickeltes zentrales Managementsystem mit dem Bietersystem verbunden und gesteuert.

Eine Anbindung an das Managementsystem ist dabei unabhängig vom Typ – Verbraucher, Erzeuger, Speicher – oder der Leistungsklasse – Haushalt oder Industrie – der Anlage möglich. Eine Schnittstelle zum Smart Meter Gateway erlaube dem Managementsystem, nachgeschaltete Anlagen zu steuern und den tatsächlichen Stromfluss zu überprüfen, der Stromhandel könne anschließend automatisiert abgerechnet werden.

Blockchain für das SMBS

Das Strommarktbietersystem wird aufbauend auf einer offenen Blockchain-Technologie realisiert, wodurch sich viele Vorteile gegenüber einem zentralen, proprietären System ergeben sollen. Dazu Sicherheit, Transparenz und die Möglichkeit einer lokalen Vernetzung ohne Drittanbieter. Neben der technischen Entwicklung stellen die regulatorischen Rahmenbedingungen einen weiteren Forschungsschwerpunkt dar.

Hier werden die Gestaltungsmöglichkeiten des Strommarktbietersystems unter den aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen untersucht. Darüber hinaus werden Änderungsvorschläge der Regularien erarbeitet, die eine sinnvolle Nutzung von Flexibilität im Strommarkt ermöglichen, unter denen die Potentiale des Bietersystems voll genutzt werden sollen.

Weiterentwicklung von Produkten geplant

In einem Praxistest werden das Bietersystem, das zentrale Managementsystem und die Pooling-Plattform im Reallabor und an Industrieanlagen im Netzgebiet der E-Regio getestet, um Erkenntnisse über die Praxistauglichkeit und die Nutzerakzeptanz zu gewinnen und hierdurch die Produkte weiterzuentwickeln. (sg)
 

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