Die Kommunikations-App Beekeeper vom gleichnamigen Software-Entwickler steht seit Dezember nicht nur den Gemeindemitarbeitern der schweizerischen Gemeinde Regensberg, sondern jedem der 473 Einwohner zur Verfügung. Das Ziel: Die Gemeindeverwaltung zu entlasten, den Regensbergern zeitgemäße Kommunikationsmöglichkeiten zu bieten und dadurch das Dorfleben in Schwung zu halten. Mit Regensberg bekommt Beekeeper den ersten Kunden, der mit Hilfe der App die Einwohnerkommunikation digitalisiert. Ausschlaggebend für die Entscheidung sei gewesen, dass die die Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit bei der Kommunikationslösung über das Datenschutzgesetz hinausgehen. Zudem könne die App an das Corporate Design der Gemeinde angepasst werden.
Die kleine Gemeinde im Zürcher Unterland stellt seit Dezember 2019 jedem Einwohner einen Zugang zur Kommunikationsplattform Beekeeper zur Verfügung, um so die Kommunikationskanäle den Ansprüchen ihrer Einwohner anzupassen. Fast ein Drittel der Bewohner hat sich bereits aufgrund eines ersten Informationsschreibens in der «Regensberger App» – wie die App von Beekeeper nach den Design-Anpassungen genannt wird – angemeldet. Im Verlauf einer Infoveranstaltung zur neuen Kommunikationsplattform haben noch mehr Regensberger ein Profil erstellt.
Mitteilungsblatt wird digital und umweltfreundlicher
Heute werden auf der «Regensberger App» bereits Informationen ausgetauscht, Umfragen gemacht, miteinander gechattet, Fritteusen, Kleider und andere Dinge verschenkt und neuerdings die Inhalte des Mitteilungsblattes veröffentlicht. «Nur schon dieses Mitteilungsblatt zu produzieren und zu versenden war ein riesiger Aufwand», sagt Gemeindeschreiberin Beatrix Pelican. «Wir glauben, dass Beiträge, die neu über die App publiziert und aktiv gepusht werden, öfter gelesen werden als im Mitteilungsblatt oder in der Zeitung.» Sie und ihr Team sind außerdem überzeugt, dass sie mit der Kommunikations-App vermehrt auch Jugendliche für das Gemeindeleben begeistern können. Ein künftiger Jugendraum wird bereits über die App vorbereitet. «Auf diesen Stream haben die Erwachsenen keinen Zugriff», erklärt Gemeindepräsident Gregory Turkawka. Die App sei von der Einfachheit mit WhatsApp und Facebook-Streams vergleichbar und wird in ihren Anwendungen stets erweitert. So können bei Bedarf schon bald weitere Dienste für die Einwohner angeboten werden.
Auch für kommunale Unternehmen spannend
Laut Beekeeper sind die Möglichkeiten der App grenzenlos und auch für kommunale Unternehmen geeignet. Denn mit den offenen API und der Integration von Dritt-Systemen in der Beekeeper-App, können bestehende Systeme direkt eingebaut und die Kommunikation vereinfacht werden. Habe ein Kommunalversorger zum Beispiel ein System für Meldungen von Stromunterbrechungen, könne dies in Beekeeper integriert werden und die Meldungen automatisiert per Push-Nachricht oder Beitrag an die Mitarbeiter kommuniziert werden. Die Berliner Stadtreinigung etwa informiert Mitarbeiter auf diese Weise über interne Events und Fortbildung (siehe dazu auch den Artikel der Juli-Ausgabe in der Printversion auf Seite 16 oder im ZfK-E-Paper). (sg)

