Eie Schleupen AG und Walter hilft GmbH haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Mit der gemeinsamen Plattform für die Heiz- und Betriebskostenabrechnung sowie begleitende Messdienstleistungen können Stadtwerke sich denach als Partner für die lokale Wohnungswirtschaft aufstellen.
Die Walter‐Plattform bündelt zahlreiche Anwendungen von der Heiz‐ und Betriebskostenabrechnung über das Gerätemonitoring bis hin zur Ferninspektion von Rauchwarnmeldern. Stadtwerke übernehmen als Messdienstleister das komplette Submetering, Metering der fernauslesbaren Messeinrichtungen sowie die Verbrauchs‐ und Betriebskostenabrechnung. Wahlweise kann die Abrechnung auch dienstleistend von Walter hilft erstellt werden.
Hintergrund Walter hilft GmbH
„Die Digitalisierung wird das Messwesen wie auch die Prozesse der Wohnungswirtschaft verändern. Für die Stadtwerke kommt es darauf an, hier ihre Stärken wie die lokale Verwurzelung, Erfahrung im Kundenservice und Messwesen sowie ihre Abrechnungskompetenz auszuspielen“, so Volker Kruschinski, Vorstandsvorsitzender der Schleupen AG, die momentane Situation.
Genau aus diesem Grund haben sich 2016 acht deutsche Stadtwerke zusammengeschlossen und folgend die Walter hilft GmbH gegründet. „Wir sehen die Übernahme der Heiz‐ und Betriebskostenabrechnung als eine gute Möglichkeit, Kunden aus der lokalen Wohnungswirtschaft auch beim Messstellenbetrieb langfristig an die Stadtwerke zu binden, wenn die Eigentümer von Liegenschaften im nächsten Jahr nach §6 des MsbG den Messstellenbetreiber selbst bestimmen können“, erklärt Grede. Für die Stadtwerke sei das von großer Bedeutung, da neue Player auf dem Markt des Messstellenbetriebs den Wettbewerb verschärfen werden.
Schnellen Markteintritt ermöglichen
Klar sei auch, dass ein Stadtwerk mit einer Software allein noch lange keine Kunden akquirieren könne. Daher liegt der Fokus der Walter hilft GmbH darauf, kooperierenden Stadtwerken mit ihrem Portal möglichst schnell einen Markteintritt zu ermöglichen. Dazu werden relevanten Bausteine wie LoRaWAN‐Lizenzen, Hardwarebeschaffung oder Endkundeverträge angeboten.
Oberste Priorität sei es, das Know‐how im jeweiligen Stadtwerk vor Ort aufzubauen und echte Wertschöpfung zu ermöglichen. Gemäß dem kooperativen Ansatz der Walter hilft GmbH können sich jederzeit weitere interessierte Stadtwerke der Gesellschaft anschließen sowie selbst Kunde werden und von den zahlreichen Vorteilen profitieren, heißt es in der dazugehörigen Pressemitteilung.
Stadtwerke-Kompetenzen als Vorteil
Die Wohnungswirtschaft profitiert von den Stadtwerke‐Kompetenzen in den Bereichen Kundenservice, Messdienstleistungen und Abrechnung. Denn durch den Einsatz intelligenter Messsysteme und die Fernablesung der Verbräuche aller Sparten sowie durch den hohen Automatisierungsgrad in den Folgeprozessen reduziert sich nach Angaben der beiden Partner der Aufwand für Wohnungswirtschaften erheblich.
Hausverwalter selbst haben laut Schleupen extrem wenig eigenen Aufwand. Sie müssen bei Walter hilft nur die aktuellen Daten der Mieter eingeben und eventuelle Fremdrechnungen hochladen. Alternativ können auch einfach die ARGE‐Sätze in das Portal hochgeladen werden.
Wie es funktioniert:
Das Stadtwerk erstellt und hinterlegt auf der Plattform die Heiz‐ und Betriebskostenabrechnung. Durch den digitalisierten und automatisierten Prozess entfalle beispielsweise die aufwendige vor‐Ort‐Ablesung, so Schleupen.
Und die Mieter würden per App übersichtliche und genaue Abrechnungen gemäß Heizkostenverordnung erhalten. „Diese Vereinfachung der Betriebskostenabrechnung ist hochattraktiv für die Wohnungswirtschaft, die hiermit ihre Prozesse und Dienstleistungen weiter digitalisieren kann“, sagt Johannes Grede, Geschäftsführer der Walter hilft GmbH und Leiter Unternehmensentwicklung bei der Stadtwerke Troisdorf GmbH.
Das wirke sich zum einen positiv auf die Betriebskosten aus und ermögliche zum anderen die Umsetzung der Vorgaben hinsichtlich Fernauslesbarkeit und Informationstransparenz der Energieeffizienzrichtlinie. (sg)



