Da immer ein gewisser Teil CO2 emittiert wird, benötigt es Verfahren, die das CO2 wieder aus der Luft filtern.

Da immer ein gewisser Teil CO2 emittiert wird, benötigt es Verfahren, die das CO2 wieder aus der Luft filtern.

Bild: © Christian Jung/AdobeStock

Google will künftig alle seine Rechenzentren und Büros mit CO2-freier Energie versorgen. Das kündigte Konzernchef Sundar Pichai am Montag in einer Videobotschaft an. «Wir werden dies erreichen, indem wir rund um die Uhr kohlenstofffreie Energie überall dort kaufen, wo wir tätig sind.»

Google werde Technologien fördern, die eine CO2-freie Versorgung ermöglichten. Außerdem werde man politische Maßnahmen unterstützen, die ein kohlenstofffreies Elektrizitätssystem schaffen werden. «Wir möchten dies bis 2030 erreichen.» Eigenen Angaben zufolge ist Google das erste große Unternehmen weltweit, das in diesem Maßstab direkt saubere Energie kauft und fördert.

Plattform für Emissionsdaten

Der Konzern will außerdem 500 Städten weltweit dabei helfen, die CO2-Emissionen um eine Gigatonne jährlich bis 2030 zu reduzieren – das entspricht den jährlichen CO2-Emissionen eines Landes von der Größe Japans, heißt es in einer Meldung des Konzerns.

Dabei wird auch die von Google entwickelte Plattform Environmental Insights Explorer (EIE) eingesetzt. Damit können Städte die Emissionen von Gebäuden und Verkehr, das Potenzial von Solarenergienutzung sowie Daten zur Luftqualität ermitteln. Mit den Erkenntnissen können sie ihre Klimapolitik entsprechend weiterentwickeln.

Projekt in Hamburg

Um die Umsetzung datengesteuerter Klimaschutzmaßnahmen zu unterstützen, hat Google im vergangenen Jahr 4 Mio. US-Dollar für den ICLEI-Aktionsfonds (International Council for Local Environmental Initiatives) bereitstellt. Der Fonds finanziert Vorhaben lokaler Organisationen in Europa, Mexiko und Südamerika, die sich auf die Verwendung von Umweltdatensätzen zur Reduzierung stadtweiter Emissionen konzentrieren.

Zu den ersten beiden Projekten des Fonds gehört ein Tool der HafenCity-Universität Hamburg, mit dem Bereiche in einer Stadt identifiziert werden können, die als städtische Testfelder geeignet sind, um nachhaltige Mobilität, energieeffiziente Gebäude und Solarenergie zu testen. (hp/dpa)

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