LoRaWAN vor Ort kann den Umgang mit Corona erleichtern. Eine Reihe von Schulen in Baden-Württemberg managt auf Basis eines von der Netze BW errichteten Netzes die Belüftung der Klassenzimmer. Bei der EnBW-Tochter fühlt man sich bestätigt, mit dem Ausbau in der Fläche die Digitalisierung in den Kommunen zu unterstützen.
Mehr gefühlte Sicherheit
So sind im eher ländlich geprägten Alb-Donau-Kreis bereits 35 Prozent der Fläche und etwa die Hälfte der rund 200.000 Einwohner versorgt. Schulen in vier Kommunen setzen inzwischen CO2-Sensoren in Verbindung mit dem Ampelsystem ein, das präzise meldet, wann die Raumluft zu erneuern ist. Die Daten werden von den LoRa-Gateways gesammelt, per Funk an das Rechenzentrum übertragen und dort visualisiert.
Gibt es die technische Ausstattung der Schule her, lassen sie sich über ein speziellen Internetportal auf Laptops oder Smart Boards in Echtzeit abrufen und darstellen. Hat die Netze BW bereits ein örtliches Funknetz installiert, sei das System in zwei bis drei Wochen einsatzbereit, erläutert Produktmanager Gordian Schneider. Aus den Rektoraten erhalte er die Rückmeldung, dass man sich so angesichts des wieder anlaufenden Präsenzunterrichts deutlich sicherer fühle.
Weitere Einsatzgebiete: Salzsilos, Öltanks, Abwasserschächte
In vielen Rathäusern, wie auch in der Sparte Dienstleistungen der Netze BW blickt man im Zusammenhang mit LoRa bereits weit über die Digitalisierung an den Schulen hinaus. „Mit Hilfe dieser Funktechnik und den unterschiedlichsten Sensoren kann sich Munderkingen sukzessive digital vernetzen“, betont Bürgermeister Michael Lohner. Vor allem im Bereich von Messungen und Kontrollen werden immer neue Anwendungen entwickelt und eingesetzt, die mehr Sicherheit bieten und zudem aufwändige, händische Arbeiten ersparen.
Dabei geht es um die Füllstände von Salzsilos, Öltanks und Abwasserschächten oder um die Funktionstüchtigkeit von elektrischen Einrichtungen wie Straßenlaternen oder Pumpen. Auch die Zählerfernauslesung im Bereich Gas, Wasser und Wärme lässt sich handhaben. Als Pilotkommunen von Beginn an beim Rollout des LoRa-Netzes (ZfK-online vom 13.1.2020) beteiligt sind die Stadt Wendlingen am Neckar sowie die nahe Stuttgart gelegene Gemeinde Magstadt. Bis 2022 will die Netze BW Baden-Württemberg weitgehend abdecken können. (sg)



