Bild: © Netze BW/Born

Dieser Tage stattete Netze BW eine Dachanlage am Standort Kirchheim/Teck mit einer Steuerbox und einem Smart Meter Gateway (SMGW) von Sagemcom/DNT aus. Dort gilt es nun an 50 Tagen innerhalb der nächsten sechs Monate netzdienliche Fahrpläne auszuführen, die von einer simulierten Netzleitstelle stammen. Auch direkte Schaltbefehle werden in einem zentralen Backend-System (CLS-M System) empfangen, geprüft und schließlich an die Steuerbox übertragen. „Wir wollen rechtzeitig mit dem Einsatz dieser neuen Technik vertraut sein“, sagt Produktmanager Hervé Kamgang.

Wie bei den großen Projekten mit intelligenten Messsystemen in kommunalen Liegenschaften geht es auch hier zunächst um das Zusammenspiel der Geräte im Feld und der Software mit dem Gateway Administrator EnBW. „Jetzt integrieren wir zusätzlich die Steuerboxen. Die Kommunikationsverbindung muss stabil laufen, damit im Falle einer Netzinstabilität verzögerungsfrei und smart eingegriffen werden kann“, erläutert Kamgang.

Interoperabilität maßgeblich für den Erfolg

Nicht nur technische, auch rechtliche Fragen wie die zu leistenden Entschädigungen und die Informationssicherheit machen den Feldtest zum komplexen Unterfangen. Deshalb hat die Netze BW zunächst bis zu zwölf Anlagen zwischen sieben und 100 kW in Liegenschaften des EnBW-Konzerns ins Visier genommen. Die müssen über regelbare Wechselrichter verfügen, was teils Umbauten nötig macht. Für Kamgang ist die Interoperabilität maßgeblich für den Erfolg des Feldversuchs. „Wir müssen gewährleisten, dass im späteren Produktivbetrieb alle Geräte, Systeme und Prozesse störungsfrei und automatisiert ineinandergreifen“. Maßgebliche Unterstützung dafür leistet das eigene Prüflabor in Karlsruhe. Dort werden unterschiedlichste Gerätekombinationen auf der Werkbank evaluiert, bevor Sie im Feld zum Einsatz kommen können. (sg)

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