Die SWO Netz GmbH ist offiziell ein „Digitaler Ort Niedersachsen“. Das Land Niedersachsen hat die Netztochter der Stadtwerke Osnabrück für das Veranstaltungsformat Osnahack das im Juni dieses Jahres im Rahmen der Digitalen Woche Osnabrück stattfand, ausgezeichnet. 50 Teilnehmer hatten dort an den zwei Tagen in kleinen Teams gemeinsam Ideen, Lösungen und Prototypen für eine smartere City entwickelt. Die Ideen reichten von intelligenten Abfalleimern mit Füllstandsensoren über eine App für Radfahrer bis zu Sensoren an Fahrzeugen, die die Luftqualität erfassen.
"Aus der Veranstaltung haben sich die unterschiedlichsten Projektideen und Kontakte sehr positiv weiterentwickelt. Nicht nur Stadtwerke-Projekte wie die Fernauslesung von Stromnetzstationen oder die Überwachung von Pegelständen in Brunnen mittels LoRaWan wurden auf den Weg gebracht – aus einem der sechs Teams (PeerOS) hat sich eine erste Firmengründung und ein Forschungsantrag mit einer Fördersumme von 6,5 Mio. Euro entwickelt", teilte ein Pressesprecher des Unternehmens der ZfK mit.
Zwölf LoRa-Gateways im Einsatz
Genau dies sei auch die konkrete Zielsetzung hinter der Veranstaltung: Vor dem Hintergrund neuer digitaler Möglichkeiten wollen die SWO Netz verschiedenste Partner, wie Kreative oder Institutionen, in der Region zusammenbringen, den Osnahack als offenes Format für Innovationen etablieren und so neue Geschäftsmodelle für die Stadt, die Bürger und die Wirtschaft in Osnabrück entwickeln. Das ist auch die Idee hinter dem Preis "Digitaler Ort Niedersachsens", sagt Stefan Muhle, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. Hier sollen diejenige in den Fokus rücken, die sich besonders für die Digitalisierung engagieren und damit einen wichtigen Beitrag für die Innovationskraft des Landes leisten.
Für die SWO Netz nimmt die Digitalisierung nach eignenen Angaben einen sehr hohen Stellenwert ein: "Als Netzinfrastrukturdienstleister bauen wir im Rahmen der Breitbandförderung und im Auftrag der Stadt das Glasfasernetz für die unterversorgten Adressen im Stadtgebiet aus. Ein weiterer zentraler Baustein ist der Aufbau des LoRaWAN-Funknetzes: Zwölf Gateways auf ausgewählten Standorten sichern einen flächendeckenden LoRaWAN-Empfang in Osnabrück. Erste UseCases sind bereits in der Erprobung/Nutzung, wie die Steuerung der Straßenbeleuchtung in einem Testgebiet. Und auch nächstes Jahr soll es wieder einen Osna-Hack geben: zusammen mit einer Allianz aus Stadt, Wirtschaftsförderung Osnabrück, Osnabrück-Marketing und Tourismus GmbH, dem Kompetenzzentrum Industrie 4.0 der Hochschule Osnabrück, der Neuen Osnabrücker Zeitung und Seedhouse. (sg)
