"Wir wollen Powercloud noch stärker machen und dabei das besondere Know-how und die außergewöhnliche Positionierung in den Markt einbringen", sagt Richard Wiegmann, neuer CEO bei Powercloud.

"Wir wollen Powercloud noch stärker machen und dabei das besondere Know-how und die außergewöhnliche Positionierung in den Markt einbringen", sagt Richard Wiegmann, neuer CEO bei Powercloud.

Bild: © Powercloud

Herr Wiegmann, Sie sind der neue CEO von Powercloud, was ist Ihr energiewirtschaftlicher Hintergrund und was ist Ihr aktuell wichtigstes Ziel bei Powercloud?
Richard Wiegmann: Ich bin seit vielen Jahren in der Software-Industrie zuhause, nicht nur, aber auch in Unternehmen aus der Energiewirtschaft. Zuletzt war ich als CEO für die VertiGIS-Gruppe tätig, in der wir global Energieversorgern, Telekommunikationsunternehmen und den öffentlichen Sektor mit Geo-Mapping und Asset Management Lösungen betreut haben.

Mein vorrangiges Ziel bei Powercloud wird es sein, den Teams des Unternehmens zu helfen – so dass wir auf der Grundlage der visionären und erfolgreichen Arbeit von Gründer Marco Beicht den Erfolg weiter ausbauen. Wir wollen Powercloud noch stärker machen und dabei das besondere Know-how und die außergewöhnliche Positionierung in den Markt einbringen.
 
 
 


Als großer Nachteil der Powercloud wird oftmals empfunden, dass der Netzbereich dort nicht abgedeckt ist und sich die Plattform eher an den Vertrieb richtet. Wann kann man mit einer Lösung für den Netzbereich rechnen?
Wiegmann: Wir haben es im Markt eher so wahrgenommen, dass wir durch die dedizierte vertriebliche Ausrichtung viele Vorteile mitgebracht haben. Bei der Entwicklung des Netzbereichs sind wir jetzt gerade in der heißen Phase. Auch hier gehen wir wieder ganz spezifisch auf die Rolle und deren Bedürfnisse ein.
 

"Die Rechnungsstellung ist ein Churn-Treiber – vor allem im Falle eines ‚Bill-Schocks‘ oder bei Nachzahlungen. Um hier gegenzusteuern, zählt vor allem die Reaktionsgeschwindigkeit", sagt Powercloud-CEO Marco Beicht.Bild: © Powercloud

Marco Beicht

Herr Beicht, Sie sind aus der Rolle des CEO in die Rolle des Vorsitzenden des Beirats von Powercloud gewechselt. Wie kam es zu diesem Schritt und was ist Ihre Aufgabe im Beirat?
Marco Beicht: Es war keine leichte Entscheidung und doch seit längerem so von mir geplant. Es gibt für jede Firma in jeder Größe den richtigen CEO. Ich bin ein Gründer-Geschäftsführer. Ich entscheide gerne viel aus dem Bauch heraus. Das funktioniert bis zu einer gewissen Unternehmensgröße unheimlich gut. In den letzten eineinhalb Jahren sind wir stark gewachsen und haben eine Größe erreicht, in der es nun auch sehr stark um Prozesse und Strukturen geht. Das ist persönlich nicht meine Welt. Ich stehe hinter dem Produkt und der Vision. Als Vorsitzender des Beirats konzentriere ich mich jetzt auf die Weiterentwicklung der langfristigen Unternehmens- und Produktstrategie. Es liegt mir am Herzen, dass wir den Herausforderungen der Energiewende hier in Deutschland gerecht werden und die powercloud Plattform weiter für die Zukunft ausbauen.
 
Die Thüga Abrechnungsplattform ist ein großes Prestigeprojekt von der Powercloud. Wie ist hier der aktuelle Stand? Die Lösung wird derzeit bei den Stadtwerken Kaiserslautern ausgerollt. Wie kam es dazu?
Wiegmann: Die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit Accenture und der Thüga hat mit den Stadtwerken Kaiserslautern einen Kunden in Betrieb genommen, der inhaltlich auf den Wechsel sehr gut vorbereitet war und gleichzeitig innovativ den neuen Marktbedürfnissen begegnen wollte. Die Stadtwerke Kaiserslautern waren schon vor 20 Jahren ein Pionier, damals beim Wechsel auf SAP. Und dieser Pioniergeist ist genau richtig für ein Projekt in dieser Dimension. Somit waren die Stadtwerke Kaiserslautern eine natürliche und gute Wahl.
 
 
Mit Eon wollen Sie Ihre Partnerschaft künftig vertiefen. Welche Lösungen darf man sich hier in diesem Zusammenhang vorstellen?
Wiegmann: Das ist eines der spannendsten Themen für Powercloud, wenn nicht sogar für die Industrie. Gemeinsam mit einem Großkunden arbeiten wir auf der Powercloud Plattform gemeinsam in der Entwicklung. Nicht nur in der Energiewirtschaft, aber generell in der Software-Landschaft gibt es bei Kunden historisch gewachsene, wichtige Prozesse, die nur mit einer sehr tiefen und gemeinsamen Entwicklung erfolgreich bewerkstelligt werden können. Wir freuen uns also, dass die Eon ihren Einsatz in unserer Community-Entwicklung mit weiteren Teams deutlich verstärkt und dass die Ergebnisse allen unseren Kunden zugutekommen. Wie bei allen anderen Community Entwicklungen sichert Powercloud dabei die Standardisierung, sodass keine Spezial-Lösungen, sondern wiederverwendbare Funktionen für alle Marktteilnehmer entstehen.







Die Fragen stellte Stephanie Gust

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