Die ersten Gateways sind zertifiziert. In der Transportbox können sie sicher und BSI-konform reisen.

Die ersten Gateways sind zertifiziert. In der Transportbox können sie sicher und BSI-konform reisen.

Bild: © PPC

Im Rahmen des mehrjährigen Projekts "Digitalisierung der Energiewende: Barometer und Topthemen" veröffentlichte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi)  zusammen die "Standardisierungsstrategie zur sektorübergreifenden Digitalisierung nach dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende".

Diese sogenannte "Roadmap" gilt als Arbeitsplan, der stetig fortgeschrieben wird und die Weiterentwicklung des Smart Meter Gateways (SMGW) hin zur universalen Kommunikationsplattform des intelligenten Energienetzes umfasst. Ziel ist es, die angestrebte Digitalisierung als Kerngedanke des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) für eine erfolgreiche Energiewende zu erreichen.

Version der Technischen Richtlinie zum nächsten Gateway wird im vierten Quartal erwartet

Das Smart Meter Gateway kann durch die Kombination von Datenschutz und Datensicherheit, die durch umfassende Zertifizierungsvorgänge gewähreistet werden, die Informationssicherheit als Voraussetzung einer erfolgreichen Digitalisierung sicherstellen. Als interoperable Kommunikationsplattform soll es in allen energiewenderelevanten Anwendungsfällen andere Techniken, die den hohen Anforderungen nicht genügen, nach und nach ersetzen.

Die in der Roadmap benannten wesentlichen künftigen Anwendungsfälle sind dabei Sub-Metering, Smart Grid, Smart Mobility, Smart Home/Building und Smart Services. Auch die Unterstützung der weiteren Planung des Rollouts intelligenter Messsysteme soll das Dokument liefern. So wird beispielsweise die nachfolgende Version (V 1.1) der wichtigsten technischen Richtlinie für das Smart Meter Gateway (TR-03109) für das vierte Quartal 2019 angekündigt.

Jährliche Marktanalyse Ende Januar

Das Dokument nimmt zum einen den Ist-Zustand auf und beschreibt das bestehende Schutzkonzept und den aktuellen Ablauf der Zertifizierung von Gateways, geht aber darüber hinaus auch auf die geplanten Anpassungen der nächsten Jahre ein, um ein dauerhaft hohes Schutzniveau gewährleisten zu können und Transparenz für die Marktteilnehmer zu schaffen. Außerdem wird der Rolloutansatz des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) beschrieben.

So wird erklärt, dass ab 2019 jährlich zum 31. Januar eine Marktanalyse die Anwendungsfälle identifiziert, die mit dem aktuellen Stand der Technik in einem sicheren Betrieb umsetzbar sind. Das heißt auch, dass der initiale Start des Rollouts erst bei erfolgreicher Prüfung der Marktanalyse, die im Bedarfsfall auch anlassbezogen unterjährig aktualisiert werden kann, beginnen kann.

Stufenweises Vorgehen beim Einsatz in andere Anwendungsbereiche

Die Roadmap gibt einen Ausblick, wie Gateways in den anderen Anwendungsbereichen zukünftig eingesetzt werden können. Dabei soll ein stufenweises Vorgehen die Funktionalität der Gateways schrittweise erweitern, um stets die Sicherheit und Datenintegrität gewährleisten zu können.

Aus Sicht der Branche setzt die Roadmap einen positiven Impuls für den zukünftigen Einsatz von Gateways. Vor allem die enge Zusammenarbeit der Behörden ist ein essenzieller Schritt für das Gelingen der Energiewende. Hier kam es in der Vergangenheit durch die unklaren Zuständigkeiten von BMWi, BSI, Physikalisch-Technischer Bundesanstalt und Bundesnetzagentur zum ein oder anderen Extramonat auf dem Weg zum Rollout.

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Die Einschätzung stammt von "m2g-Consult"-Geschäftsführer Stefan Baasner und dem Consultant Felix Obst.

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