Laut Studie besteht der Markt für Smart City aus sieben Teilmärkten, die von unterschiedlichen politischen, technischen, wirtschaftlichen und auch gesellschaftlichen Faktoren abhängig sind

Laut Studie besteht der Markt für Smart City aus sieben Teilmärkten, die von unterschiedlichen politischen, technischen, wirtschaftlichen und auch gesellschaftlichen Faktoren abhängig sind

Bild: © faber14/AdobeStock

Die aktuelle Trend-Research-Studie „Der Markt für Smart City bis 2030. Digitale Infrastrukturdienstleistungen: Technologien, Potenziale und Geschäftsmodelle“ zeigt einen aktuellen Überblick zur Entwicklung technologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Innovationen auf diesem Gebiet.

Laut Trend-Research wird sich die Anzahl der aktuell 100 laufenden Smart City-Projekte in Deutschland bis 2030 mehr als verdoppeln. Damit wird das Marktvolumen für Smart City im Referenzszenario von aktuell ca. 36 Mrd. Euro auf bis zu ca. 47 Mrd. Euro ansteigen. Ein weiterer Schwerpunkt der Studie ist der Anwendungsbereich von Smart City-Technologien und deren Zusammenhänge, indem beispielhaft Marktakteure und ihre Projekte sowie die damit zu erwartenden und bereits wahrgenommenen Chancen und Risiken betrachtet werden.

Sieben Teilmärkte ergeben die Smart City

Einen Grundstein für die Entwicklung von Smart-City-Konzepten in Deutschland hatte 2001 die Stadt Coburg mit ihrem Stadtplanungsentwurf „Vision Digitalisierung“gelegt. Aktuell führen etwa 100 deutsche Städte mit über 30.000 Einwohnern Smart City-Projekte durch. Bis 2030 wird sich diese Anzahl mehr als verdoppeln: Trend-Reserach prognostiziert im Referenzszenario bis 2030 über 230 Städte mit Smart City-Projekten.

Insgesamt besteht demnach der Markt für Smart City aus sieben Teilmärkten, die von unterschiedlichen politischen, technischen, wirtschaftlichen und auch gesellschaftlichen Faktoren abhängig seien und daher in der Studie gesondert betrachtet würden. Diese Teilmärkte sind Trend-Research zufolge:

  • Smart Building,
  • Smart Energy Storage,
  • Smart Grids,
  • Smart Home,
  • Smart Infrastructure,
  • Smart Lighting und
  • Smart Metering.

Wichtiger Faktor: E-Mobilität

Der Markt für Elektromobilität sei außerdem ebenfalls eng mit dem Smart City-Markt vernetzt. Durch die Schnittstellen der unterschiedlichen Märkte ergeben sich neue Anwendungsfelder für Technologien, etwa die Integration von Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie Straßenlaternen. Die Märkte für Smart Energy Storage und Smart Grids sind noch am Anfang ihrer Entwicklung mit steigender Tendenz, da diese Teilmärkte auch in Verbindung mit E-Mobilität und dem Ausbau an erneuerbaren Energien weiter an Relevanz gewinnen.

Übergreifende Anwendungsfelder noch mit viel Entwicklungspotenzial

Bezogen auf die Entwicklungen von übergreifenden Anwendungsfeldern zwischen den verschiedenen Teilmärkten ist der Markt für Smart City noch in einem Anfangsstadium.

Zwar seien einzelne Teilmärkte bereits weit entwickelt und etabliert, jedoch sind Schnittstellen noch wenig erschlossen, auch weil  sich neue Anwendungsfelder teilweise erst im Verlauf der digitalen Transformation ergeben, heißt es bei Trend-Research.

Was über die positive Entwicklung entscheidet:

Entscheidend für die positive Entwicklung des Smart City-Marktes ist eine Vielzahl an Prämissen: insbesondere die künftige Akzeptanz von Smart City-Technologien unter der Bevölkerung, der Umgang mit der Datensicherheit, die Entwicklung von Kommunikationsstandards und Systemlösungen sowie die Preise für Energie sind ausschlaggebend. Weiterhin spielt die Urbanisierung in Deutschland und die vermehrte Nachfrage an Sicherheits-, Gesundheits- und Energiemanagementsystemen im Eigenheim eine große Rolle.

Wettbewerb intensiviert sich

Durch die Zusammensetzung des Marktes für Smart City aus einer Vielzahl unterschiedlicher Akteure sind entsprechend Unternehmen diverser Branchen am Smart City-Markt beteiligt. Es ergeben sich dadurch für viele dieser Marktteilnehmer Potenziale ihre Geschäftsfelder auszuweiten, was eine beschleunigte Entwicklung erwarten lässt, heißt es bei Trend-Research.

Als Beispiel werden hier der Energiemarktdienstleister genant, der im Markt für Smart City zu einem Infrastrukturdienstleister wird – sowohl auf physische als auch virtuelle Infrastruktur bezogen, so die Prognose. Aufgrund des technologischen Schwerpunkts in Smart City-Konzepten sei der Wettbewerb bei Technologieanbietern (sowohl IT- als auch Telekommunikationsbranche) aktuell bereits hoch. Auch wird der Wettbewerb zwischen Energieversorgern zunehmend intensiver, da diese in allen Smart City-Teilmärkten tätig sind oder tätig werden können, lautet ein weiteres Ergebnis der Studie. (sg)

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