Die Stadtwerke Jena Gruppe saniert und entwickelt circa 270 Wohneinheiten von Thüringens größter Wohnungsgesellschaft "jenawohnen" im Stadtteil Lobeda zu einem „Smarten Quartier der Zukunft“. Bis Jahresende 2023 sollen die Gebäude in der Ziegesarstraße 9 bis 19 in drei Bauabschnitten saniert sein.
Alle Wohnungen werden mit smarten Funktionen ausgestattet, die sich beispielsweise um Energiesteuerung, telemedizinische Anwendungen sowie Mobilitäts- und Logistikangebote drehen. Die Stadtwerke Jena Gruppe will damit neue Formen des Zusammenlebens mit hoher Lebensqualität und engerer Vernetzung der Einwohner schaffen. „Bei allen technischen Möglichkeiten stellen wir immer den Menschen in den Vordergrund. Die Wünsche und Bedürfnisse der Mieter und das Zusammenleben in der Nachbarschaft sind in unserem Modellprojekt zentrale Bestandteile“, betonte Gunar Schmidt, Leiter des Modellprojekts Smartes Quartier Jena-Lobeda.
Zentrale Quartiersplattform
Basis für das Smarte Quartier Jena-Lobeda ist eine zentrale Quartiersplattform, die alle künftigen smarten Services bündelt und für die unterschiedlichen Anwender abrufbar macht. Die Konzeption und Umsetzung der Plattform übernimmt die EnBW Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), die als Energie- und Infrastrukturdienstleister ihre Erfahrung in der Entwicklung von Quartieren und deren Digitalisierung einbringt. Gemeinsam mit der Stadtwerke Jena Gruppe soll die Quartiersplattform an die Bedürfnisse vor Ort angepasst und anhand der Mieterbedürfnisse weiterentwickelt werden. Den Vertrag für die strategische Partnerschaft haben die beteiligten Parteien in der ersten Septemberwoche in Jena unterzeichnet.
Direkter Kontakt zum Vermieter
Die von der EnBW zu entwickelnde Quartiersplattform soll standardisierte, offene Schnittstellen zur Anbindung und Weiterentwicklung vielfältiger Services bereitstellen und flexibel erweiterbar sein. Geplant ist derzeit, über die Plattform im Smarten Quartier Jena-Lobeda wesentliche Aspekte des Lebens zu digitalisieren, zu vernetzen und zu vereinfachen. So sollen die Bewohner zum Beispiel Smart-Home-Anwendungen nutzen und Licht, Heizung und Video-Klingel zentral über ein Tablet oder Smartphone steuern, die Haustür öffnen und den Energieverbrauch darstellen können. Die Quartiersplattform soll ab Dezember 2021 in den Regelbetrieb gehen.
Über integrierte Kommunikationsmodule können die Mieter außerdem direkt Kontakt zu ihrem Vermieter aufnehmen, ein digitales Schwarzes Brett einsehen und befüllen oder mit ihren Nachbarn kommunizieren. „Weitere Funktionalitäten werden wir im Projektverlauf gemeinsam mit den Quartiersbewohnern identifizieren und in Anwendertests auf Herz und Nieren prüfen“, erklärt Stefanie von Andrian, Leiterin des Bereichs Urbane Infrastruktur bei der EnBW. „Ziel ist es, die für die Quartiersverwalter und Bewohner relevantesten Lösungsmodule gemäß ihren Bedürfnissen zu entwickeln und zu integrieren.“ (sg)



