Strom- und Gaskunden müssen im kommenden Jahr mit deutlichen Kostensteigerungen rechnen.

Strom- und Gaskunden müssen im kommenden Jahr mit deutlichen Kostensteigerungen rechnen.

Bild: © dermauber/AdoeStock

In der ersten Phase nehmen die Projektpartner des Berliner Full-Service-Dienstleisters Gwadriga – RheinEnergie, EWE Netz, Westfalen Weser Netz, N-Ergie und BTC - den Betrieb zunächst über das Gwadriga-Self-Service-Portal auf, ohne dass Webservices zu den ERP-Systemen implementiert werden müssen. Sobald die CLS-Prozesse in den relevanten Branchenlösungen der Versorgungswirtschaft ausgereift sind, soll die weitere Integration und damit eine durchgängige Automatisierung umgesetzt werden, heißt es bei Gwadriga.

In dieser Phase erfolgt die Übertragung Stammdaten relevanter Messlokationen, intelligenter Messsysteme und Steuereinheiten über das GWAdriga Ticket-System. Von dort werden die Daten automatisiert in das CLS-Management übernommen. Zudem sind alle Basisprozesse von der Inbetriebnahme bis zur Deinstallation einer Steuereinheit abgebildet. Gleichzeitig werden Schaltanforderungen zunächst ausschließlich über die BDEW-Web API als standardisierter Schnittstelle entgegengenommen, bevor im nächsten Schritt auch die Möglichkeit zur direkten Kopplung mit Niederspannungs-Netzleitsystemen besteht.

Schwerpunkt auf Interoperabilität

Durch den Einsatz dieser mengenfähigen Lösung ohne Webservice-Anbindung der ERP-Systeme halte man den Aufwand für alle Projektbeteiligten bewusst gering, um kurzfristig in den Echtbetrieb starten und Erfahrungen mit dem CLS-Management in der Praxis sammeln zu können. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf Interoperabilitätstests mit den verschiedenen Herstellern von Steuereinheiten sowie der Anbindung von Home Energy Management Systemen (HEMS) über die digitale Schnittstelle.

Gwadriga übernimmt im Rahmen der Kooperation die Abbildung des Steuerbox-Administrators (gemäß FNN), des passiven Energiemarktteilnehmr (EMT) für markt- und netzrelevante Daten aus den TAFs 9 und 10 sowie des aktiven EMT, der die Kanäle verwaltet, überwacht und Schalthandlungen auf Veranlassung Dritter durchführt. Auch eine umfassende Geräteverwaltung für Gateways, Grid-Zähler und Steuereinheiten ist Teil der Dienstleistung. Besonderes Augenmerk wurde auf die IT-Sicherheit durch einen dedizierten Security-Proxy und eine abgestimmte Instanzenstruktur gelegt.

ERP-Integration folgt

Für 2025 ist geplant, mit den gewonnenen Erfahrungen den Betrieb durch gezieltes Monitoring, zusätzliche Entstörungsroutinen und tiefere Prozessintegration weiter zu professionalisieren. Darüber hinaus wird die Integration von SAP S/4HANA und weiteren ERP-Lösungen umgesetzt. Hinzu kommt die Anbindung weiterer Marktpartner, weiterer Tarifanwendungsfälle wie TAF 05 und TAF 11sowie die Unterstützung weiterer Geräte mit digitaler Schnittstelle. (sg)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper