Octopus Energy treibt den Smart-Meter-Rollout vorran.

Octopus Energy treibt den Smart-Meter-Rollout vorran.

Bild: © OctopusEnergy

Die drei digitalen Ökostromanbieter Octopus Energy, Rabot Charge und Tibber wollen gemeinsam mit Messstellenbetreibern den Einbau intelligenter Stromzähler voranbringen. Zum Start der Smart-Meter-Initiative erhalten sie auch Unterstützung von EWE NETZ und Netze BW, zwei Verteilnetzbetreibern, die sich bereits stark für das Thema engagieren und auch erste Installationen verzeichnen
können.

Seit zwei Jahren werden dynamische Stromtarife, mit denen Kund:innen beispielsweise ihr E-Auto zeitvariabel laden können, wenn der Strom günstig und grün ist, auch in Deutschland immer beliebter. Octopus Energy, Rabot Charge und Tibber bezeichnen sich als Pioniere und Marktführer für diese dynamischen Stromtarife in Deutschland.

Dynamische Tarife im Fokus

„Intelligente Stromzähler sind das Herzstück der digitalen Energielandschaft, mit dem wir Preisvorteile direkt an Verbraucher:innen weitergeben können. Wir haben bemerkt, wie groß das Interesse unserer Kund:innen nach Smart Metern schon heute ist“, sagt Bastian Gierull, Deutschland-Chef von Octopus Energy.

„Gemeinsam mit den Messstellenbetreibern wollen wir frühzeitig einen effizienten und wirtschaftlichen Prozess für den Rollout aufsetzen. Wir freuen uns sehr, die beiden großen Verteilnetzbetreiber Netze
BW und EWE NETZ als Pilotprojektpartner gewonnen zu haben“, sagt Tibber-Deutschlandchef Merlin Lauenburg.

„Mit dem Einsatz von Smart Metern lassen sich zukünftig Verbräuche durch Endkonsument:innen viel transparenter verfolgen. Ergänzt durch dynamische Stromtarife erhalten sie die Möglichkeit, ihren Verbrauch an die aktuellen Börsenpreise anzupassen und so effektiv zu sparen“, so Tobias Mogge, COO von Rabot Charge.

Netze BW und EWE Netz als Partner

Die Kund:innen von Tibber, Rabot Charge und Octopus Energy können sich direkt an ihren jeweiligen Stromanbieter wenden, wenn sie sich für den Zählertausch registrieren wollen. Ein möglicher Weg wäre es, die Wünsche der Kund:innen der teilnehmenden Lieferanten über Mako365 zu bündeln und zu übermitteln.

Ziel sei nicht nur, einen möglichst reibungslosen Übergang zu initiieren, sondern auch die Aufmerksamkeit auf den Rollout auf Wunsch von Kund:innen zu lenken. Denn ab 2025 müssen gMSB laut gesetzlich geltender Pflicht Smart Meter binnen vier Monaten verbauen.

Gut vorbereitet für den Massenrollout

Arkadius Jarek, Leiter Messstellenbetrieb bei Netze BW: „Netze BW unterstützt den Wunsch der Kund:innen nach intelligenten Messsystemen und hat früh begonnen, den Rollout in enger Zusammenarbeit mit Marktpartnern voranzutreiben. Wir begrüßen die Smart-Meter-Initiative als weiteren wichtigen Schritt in der Zusammenarbeit, um den Massenrollout effizient und planbar weiter beschleunigen zu können und sind dafür gut vorbereitet.“

Andreas Kühl, Leiter Netzvertrieb bei EWE NETZ über die Smart-Meter-Initiative, ergänzt: „Die enge Abstimmung mit unseren Marktpartnern und Kunden ist eine Win-Win-Situation und die Grundlage für den erfolgreichen Smart-Meter-Rollout.“

Entscheidender Faktor für Energiewende

Smarte Zähler, die Verbraucherinnen und Verbrauchern in Kombination mit dynamischen Tarifen finanzielle Anreize geben, Strom genau dann zu verbrauchen, wenn dieser günstig und damit auch besonders grün ist, sind zusammen mit dynamischen Stromtarifen daher ein entscheidender Faktor zum Gelingen der Energiewende.

So werden die Stromnetze und teure Lastspitzen, bei denen fossile Gaskraftwerke hochgefahren werden müssen, vermieden. Nach einer aktuellen Studie im Auftrag von Agora Energiewende könnten Haushalte bis zu 600 Euro Stromkosten im Jahr sparen, wenn sie sich netzdienlich verhalten – also große Stromverbräuche in Zeiten schieben, in denen der Strom durch viel Sonne und Wind im Netz günstiger ist. (sg)

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