Das Kopernikus-Projekt SynErgie hat Thesen zum Potenzial und den Herausforderungen der energieflexiblen Fabriken aufgestellt – die Modellregion Augsburg war hierbei ein Reallabor.

Das Kopernikus-Projekt SynErgie hat Thesen zum Potenzial und den Herausforderungen der energieflexiblen Fabriken aufgestellt – die Modellregion Augsburg war hierbei ein Reallabor.

Bild: © Jens Voshage

Die Hannover Messe 2019 nutzten die Träger der Kopernikus-Projekte, um ihre Statusberichte zum Ende der Konzeptphase der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die untersuchten Fragestellungen weisen dabei eine weite Bandbreite auf. So untersuchten zum Beispiel im Kopernikus-Projekt P2X das Wissenschaftszentrum Berlin (WZB), der WWF und die Dechema die Wahrnehmung und Akzeptanz von Power-to-X-Technologien bei Jugendlichen und Erwachsenen.

In der Modellregion Augsburg wurde im Rahmen des Projekts SynErgie daran geforscht, wie sich Industrieprozesse an die Schwankungen einer zukünftigen erneuerbaren Energieversorgung anpassen lassen. Dabei ging es nicht nur um abschaltbare Lasten, sondern auch um den Teillastbetrieb oder wie in der Produktion Energie gespeichert werden kann. Aktuelle Forschungsergebnisse sind unter www.kopernikus-projekte.de zusammengefasst.

Um was es bei Kopernikus geht

In vier Clustern sollen die Kopernikus-Projekte das Wissen bereitstellen, um die Energiesysteme fit für die Energiewende zu machen: Netzstrukturen (ENSURE), flexible Nutzung erneuerbarer Ressourcen (P2X), Industrieprozesse (SynErgie) und ein übergreifendes Energiewende-Navigationssystem (ENavi) stehen im Fokus der rund 250 beteiligten Institutionen.

Hierbei sind nicht nur Forschungsinstitute und Wirtschaft einbezogen, sondern auch gesellschaftlich relevante Akteure der Zivilgesellschaft wie Germanwatch oder der BUND. Die Kopernikus-Projekte sind systemisch angelegt, da sie wirtschaftliche, gesellschaftliche, politische und technologische Forschungsfragen von Beginn an miteinander verknüpfen.

Zweite Stufe läuft an

Aktuell läuft die Antragsphase für die zweite Stufe des auf neun Jahre angelegten Forschungsvorhabens. Hier sollen die Ergebnisse der dreijährigen Konzeptphase prototypisch in die Praxis gebracht werden. Wiederum in drei Jahren beginnt der letzte Abschnitt, in dem die Prototypen in den Betrieb im Netz integriert werden. (vo)

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