Das Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) bedeutet künftig deutlich ambitioniertere Rollout-Ziele intelligenter Messsysteme (iMSys). Damit steigt gerade für kleinere und mittlere Stadtwerke der Druck, die entsprechenden Prozesse des intelligenten Messstellenbetriebs (iMSB) effizient und effektiv umzusetzen. Voltaris will hier mit einem umfassenden Leistungspaket zum Smart Meter Rollout unterstützen.
Bei der Umsetzung des intelligenten Messstellenbetriebs wolle man daher den Stadtwerken als Partner zur Seite stehen, heißt es in der Pressemitteilung dazu. Inneralb der Anwendergemeinschaft Messsystem (AWG), die inzwischen aus 40 Energiedienstleistern besteht, werden nun die nächsten Schritte im intelligenten Messwesen diskutiert. Insbesondere wird erarbeitet, was das neue Gesetz für den eigenen Business Case und die künftige Rollout-Strategie bedeutet. Voltaris will daher das bestehende umfassende Leistungspaket künftig noch um ein MSB Full Service-Angebot erweitern
Steuern führt zu stärkerer Komplexität bei den Systemen
Das GNDEW wird den Smart Meter Rollout massiv beschleunigen, da regulatorische Einschränkungen zurückgefahren und die Planungssicherheit für die Unternehmen erhöht werden sollen. Mit dem „agilen Rollout“ kann der iMSys-Einbau mit den bereits zertifizierten Geräten in den meisten Einbaufällen starten.
„Die Anforderungen nun umzusetzender Themen wie zum Beispiel Steuern und Schalten mit dem intelligenten Messsystem führen zu einer stark zunehmenden Gesamtkomplexität der Systeme, die bei vielen Stadtwerken noch nicht in der Gesamtbetrachtung verankert ist“, führt Marcus Hörhammer, Bereichsleiter Produktentwicklung und Vertrieb bei Voltaris, aus.
Daher biet man nun als einer der wenigen Dienstleister in Deutschland ein umfassendes Lösungsangebot zum Smart Meter Rollout an. „Auch die deutliche Konsolidierungswelle am Markt der GWA-Systemdienstleister zeigt uns, dass wir gut daran getan haben, von Anfang an auf die Marktführer zu vertrauen, nämlich die Gateway-Administrationssoftware unseres langjährigen Partners robotron und den BSI-zertifizierten Rechenzentrumsbetrieb der Gisa GmbH“, so Hörhammer weiter.
Schalten und Steuern im Stromnetz wird Pflicht
Aufgrund der neuen regulatorischen Vorgaben müssen die Stadtwerke zum einen ihre Rollout-Planung überarbeiten, um die Erfüllung der Einbauquoten zu gewährleisten. Zum anderen müssen Netz- und Messstellenbetreiber 2025 in der Lage sein, steuerbare Verbraucher und Einspeiser schalten zu können.
Der Messdienstleister arbeitet nach eigenen Angaben daher momentan mit Hochdruck an Lösungen für das CLS-Management. Das aEMT-System (aktiver externe Marktteilnehmer) ist im Pilotbetrieb. Damit können den Stadtwerke-Partnern künftig umfassende CLS-Services zur Verfügung gestellt werden, unter anderem die Bereitstellung von Netzzustandsdaten (TAF 10). Auch Mehrwertdienste und verschiedene Szenarien, beispielsweise die Infrastruktur zum Schalten und Steuern im Stromnetz, können hiermit abgebildet werden.
Das Paket im Detail
Das modularen Leistungspaket iMSB Basis biete alle notwendigen Kernelemente zur Umsetzung des iMSB sowie den kompletten Prozessbetrieb, unter anderem die Übernahme der Gateway-Administration als Full Service-Dienstleistung, den Empfang und die Bereitstellung der Messwerte sowie den zertifizierten Betrieb der entsprechenden IT-Systeme und Prozesse.
Dieses Angebot wird künftig noch erweitert. „Den Betrieb und zum Teil auch die Bedienung der notwendigen Systembestandteile für den Messstellenbetrieb auszulagern –beziehungsweise die Abbildung von MSB und Netz in einem integrierten System – ist ein zunehmender Wunsch am Markt, mit dem unsere Stadtwerke-Partner auf uns zukommen“, erläutert Hörhammer. Voltaris werde daher das Angebot entsprechend erweitern.
Derzeit wird eine EVU-Plattform pilotiert, mit der den Stadtwerke-Partnern ein Full Service-Angebot bereitgestellt werden kann. Dies entlastet die Stadtwerke nicht nur von den aufwändigen regulatorischen und systemtechnischen Anforderungen, sondern bietet auch Kostenvorteile durch den Wegfall von Einzellösungen wie spezielle Schnittstellen oder eigene IT-technische Anbindungen. (sg)



