“Gerade im Bestand ist die Mieterakquise ein ganz zentraler Baustein”, sagt Dienstleister Einhundert.

“Gerade im Bestand ist die Mieterakquise ein ganz zentraler Baustein”, sagt Dienstleister Einhundert.

Bild: © Einhundert

Neben dem Aspekt, die elektrische Energie ohne lange Transportwege und nachhaltig vom eigenen Dach in einem Mieterstromtarif zu beziehen, ist den Endkunden besonders wichtig, den eigenen Energieverbrauch stets im Blick zu behalten und etwaige Stromfresser identifizieren zu können. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Datenauswertung des Mieterstrom-Dienstleisters Einhundert, die im Rahmen eines Webinars der Discovergy Metering Akademie im Juni vorgestellt wurde.

Im Rahmen der Umfrage wurden Motivation und Bedürfnisse von insgesamt 32 Haushalten aus mittlerweile 220 Mieterstromprojekten abgefragt. Ziel der Befragung war ein tiefgehendes und fundiertes Verständnis von Wünschen und Verbesserungsmöglichkeiten im Rahmen der Projekte.

Als Basis für dieses Transparenz-Kriterium nutzt Einhundert die intelligente Messtechnik vom Partner Discovergy, der diese als Messstellenbetreiber installiert und wartet. Durch smarte Stromzähler mit Kommunikationsschnittstelle können die Verbrauchsdaten jedes Mieters quasi in Echtzeit nachvollzogen werden. Mit der hochaufgelösten Visualisierung des Stromverbrauchs auf Basis Künstlicher Intelligenz lassen sich Stromverbräuche zumeist bestimmten Geräten zuweisen – und so Stromfresser identifizieren.
 

Ergebnisse der Umfrage von insgesamt 32 Haushalten aus mittlerweile 220 Mieterstromprojekten.

Mieterakquise im Bestand erfolgesversprechend

“Wie wichtig den Mietern dieser Transparenz- und Visualisierungsaspekt ist, hat uns nicht wirklich überrascht. Denn auch in den Gesprächen vor Ort ist der Tenor ähnlich”, berichtet Einhundert-Geschäftsführer Ernesto Garnier.

Dabei spielt sowohl der Kilowattstunden-Preis im Vergleich zu anderen Stromtarifen wie auch der Nachhaltigkeits-Aspekt eine kleinere Rolle. Die Bedeutung des Transparenz-Aspekts zeigt auch, dass es den Mietern aus Einhundert-Projekten besonders wichtig ist, nicht von hohen Kosten etwa durch Jahres-Nachzahlungen überrascht zu werden.

Für Einhundert sind dese Erkenntnisse von entscheidender Bedeutung. Denn das Geschäftsmodell Mieterstrom aus Sicht der Eigentümer rechnet sich dann, wenn einerseits in jedem Gebäude möglichst viele Mieter mitmachen, und andererseits die Skalierung über alle Gebäude erfolgt. “Gerade im Bestand ist die Mieterakquise ein ganz zentraler Baustein”, so Garnier.

 

Vor allem der Umsatz ist entscheidend.Quelle: © Einhundert

Gezielte Kommunikation hilft

Garnier weiter: “Im Bestand erreichen wir eine Quote von 50 Prozent der Mieter, die tatsächlich den Mieterstromtarif abschließen. Dabei ist unsere Erfahrung, dass diese Mieter dann in der Regel mitmachen, wenn sie durch gezielte Kommunikation wie Flyer, persönliche Gespräche oder Landingpages zum Mieterstromprojekt direkt und richtig angesprochen werden.”

Die Datenauswertung zeigt, dass sich die dort versammelten Kunden zu 85 Prozent dauerhaft für den Mieterstromtarif des Vermieters entscheiden. Einhundert will daher die Kommunikationselemente in Zukunft weiter ausbauen, und sie beispielsweise um spielerische Anreize zu ergänzen.

Relevantester Hebel: Umsatz

“Die Endnutzer-Zufriedenheit ist maßgeblich für die Wirtschaftlichkeit von Mieterstromprojekten”, sagt Garnier. Im Webinar der Discovergy Metering Akademie zeigte der Geschäftsführer, wie sich die Wirtschaftlichkeit eines Mieterstrommodells verbessert, wenn sich die Zahl der teilnehmenden Mieter von anfangs sechs auf beispielsweise zwöfl verdoppelt.

“Während sich die Zahl der Nutzer nur um den Faktor 2 erhöht, steigt der zu erwartende Ertrag um den Faktor 5”, so Garnier. Der relevanteste Hebel sei der Umsatz. Der Einfluss von Betriebs- und Investitionskosten dagegen niedriger.

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