Zu den Effekten und Vorteilen von Werkswohnungen referierten auf der Tagung in Berlin der Personalmanager der NetCologne Telekommunikationsgesellschaft, Christoph Görlich, und ein leitender Angestellter der Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln, beides Gesellschaften der Stadtwerke Köln, zu den Effekten und Vorteilen von Werkswohnungen.
Beispielhaft erläuterte der Personalmanager den Rekrutierungsprozess für die Stelle eines Abteilungsleiters in der Personalentwicklung, der sich aufgrund des hohen Fachkräftebedarfs anfangs schwierig gestaltete. Zentral für die Wahl des Arbeitgebers sei mittlerweile häufig, dass die Bewerber bezahlbaren Wohnraum im neuen Arbeitsgebiet fänden. Da die Stadtwerke über 2000 Werkswohnungen in der Region Köln verfügen, konnte dem neuen Mitarbeiter trotz hartem Wohnungsmarkt innerhalb von zwei Wochen eine Wohnung zur Verfügung gestellt werden. Dieses Angebot überzeugte den neuen Kollegen und stellte sich damit als direkter Vorteil gegenüber den anderen Unternehmen heraus.
"Kein Wunschkandidat ohne Wohnung"
Natürlich seien Werkswohnungen kein unmittelbarer Benefit gegenüber Mitbewerbern, allerdings erfüllten diese oft das unerwartete Extra gegenüber den mittlerweile häufig standardmäßigen Angeboten wie Firmenhandy, Gleitzeit und Homeoffice, resumiert Görlich.
Mit dem Gesamtpaket aus einer bezahlbaren oder sogar sehr günstigen Werkswohnung und weiteren Arbeitnehmervorteilen ließen sich mitunter "die besten Leute" rekrutieren, so Görlich weiter.
Werkswohnungen als Innovationsträger
Neben den Vorteilen für die Mitarbeiter würden die Werkswohnungen auch wertvolle Nutzungsmöglichkeiten für die Stadtwerke liefern. So könnten in den einzelnen Wohnanlagen und Quartieren zum Beispiel neue Technologien getestet werden. Dazu gehören Energiemanagement- und Energiespeicherlösungen, stationsbasierte, durch das Stadtwerk betriebene CarSharing-Angebote mit passender Ladeinfrastruktur oder zukunftsfähige Mieterstromlösungen.
Mit den ganzheitlich gedachten Quartierskonzepten können schon jetzt Energie und Emissionen gespart, die Lebensqualität in den Städten gesteigert und vor allem begehrte Fachkräfte rekrutiert werden, fassen die Referierenden abschließend zusammen. (pm)

