Bild: © Trianel

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Der Leistungsumfang der Handelsplattform Trianel Desk ist im Rahmen eines IT-Großprojekts mit den Stadtwerken Bochum, Herne und Witten deutlich ausgebaut worden. In der Strombeschaffung wird das Trianel Desk bereits seit November 2018 in Bochum eingesetzt. Die gemeinsam entwickelten Applikationen zur Optimierung des Vertriebs werden in den nächsten Monaten live geschaltet, dazu zählen unter anderem digitale Lösungen für die Angebotslegung, das Vertriebscontrolling, die Deckungsbeitragsrechnung und weitere Beschaffungsmöglichkeiten.

Deutliche Vereinfachung der Prozesse

"Die Vielzahl der Anwendungen, die wir bislang zur Kalkulation von Großkunden oder für das Vertriebscontrolling eingesetzt haben, ist in den letzten Jahren immer komplexer und kleinteiliger geworden. Mit dem Trianel Desk haben wir eine Lösung, die zu einer deutlichen Vereinfachung und Standardisierung unserer Prozesse führt", erklärte Frank Thiel, Geschäftsführer des größten Trianel-Gesellschafters, der Stadtwerke Bochum, bei einem gemeinsamen Pressegespräch auf der Branchenleitmesse E-World in Essen.

Die Möglichkeit alles über ein digitales Portal abwickeln zu können, habe die Prozesse des Kommunalversorgers deutlich vereinfacht. "Damit sparen wir Zeit und Geld", ergänzte Thiel. Insbesondere durch die intelligente Verknüpfung der Vertriebs- und Beschaffungssysteme über eine Serverlandschaft in Echtzeit könne das Unternehmen Risiken minimieren und effizienter seine Angebotsprozesse steuern.

"Antwort auf den Margendruck"

Auch Trianel-Geschäftsführer Oliver Runte zog 14 Monate nach Beginn des IT-Großprojekts eine positive Bilanz. "So wie zu Beginn der Liberalisierung Synergien in einem gemeinsamen Handelszugang zu finden waren, gilt es heute, Synergien in der Bereitstellung der nötigen IT-Landschaft und bei der gemeinsamen Nutzung von Applikationen und Infrastrukturen zu heben", so Runte.

Mit der Entwicklung des Trianel Desk und der darüberhinausgehenden IT-Serviceleistungen bei der Harmonisierung und Neuaufstellung der nötigen IT-Infrastrukturen in kleinen und großen Stadtwerken setze Trianel neue Maßstäbe bei der Implementierung und integrierten Nutzung von Applikationen für Vertriebs-, Beschaffungs- und Handelsprozesse. "Unsere energiewirtschaftliche und unsere IT-Expertise zur Optimierung der Prozesse über das Trianel Desk ist unsere Antwort auf den zunehmenden Margendruck von Stadtwerken in Vertrieb und Beschaffung", führte Runte weiter aus. 

Bereits heute ermöglicht die Plattform über nur eine, auf die Bedürfnisse von Stadtwerken angepasste Oberfläche den Zugriff auf circa 50 unterschiedliche Applikationen und Datenbanksysteme. Ein direkter Zugriff auf nur einzelne Applikationen ist je nach Kundenwunsch genauso möglich wie der Zugriff auf alle Applikationen und damit verbundenen Dienstleistungen. "Statt im eigenen Haus 50 und mehr Applikationen mit der gesamten dazugehörigen IT-Infrastruktur vorzuhalten, ermöglicht das Trianel Desk über einen einfachen Webzugang als Software-as-a-Service-Lösung die Funktionsvielfalt von vielen Einzellösungen einfach über einen Trianel-Zugang zu erhalten", sagte der Trianel-Geschäftsführer.

Trianel unterstützt Stadtwerke mit IT-Beratungsleistungen

Die offene Systemarchitektur der Plattform erlaube es, individuell auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Stadtwerke einzugehen. Darüber hinaus unterstützen die IT-Experten von Trianel den nötigen digitalen Transformationsprozess in den Stadtwerken. Als Beispiel für die IT-Beratung nannte Runte die Erstellung von digitalen Roadmaps zur Erreichung der Zielarchitekturen, Konzeption und Durchführung von IT-Projekten bis hin zu Mitarbeiterschulungen. "Unser Ziel ist, dass sich Stadtwerke ganz auf ihre Kunden konzentrieren und ihre Aufwände für IT und Handel über das Trianel Desk deutlich vereinfach können", so Oliver Runte.

Die Plattform ist bereits bei 30 Kunden im Einsatz. Diese managen über die Oberfläche ihre Vertriebsportfolios, ihre Beschaffungsbücher sowie aktuelle Handelspreise und Möglichkeiten des Online-Handels. (hoe)

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