Chatbots sind ein Instrument, den Kundendialog von einfachen Anfragen zu entlasten, Kündigungswillige in der letzten Minute umzustimmen und neuen Zielgruppen auch außerhalb der Geschäftszeiten sinnvolle Antworten zu geben. Einer der Anbieter dieser automatischen Plaudertaschen speziell für Websites von Energieversorgern, die Digitalen Werke aus München, setzt nun strategisch auf einen neuen Plattformbetreiber. Dies berichtet die ZfK in ihrer Druckausgabe, die am Montag erschien (Seite 28). Sie beruft sich dabei auf Unterlagen von Trurnit, die ihr vorliegen.
Demnach haben die Digitalen Werke, ein Unternehmen des Kundendialog-Dienstleisters Trurnit, eine strategische Partnerschaft mit dem Start-up Onlim aus Innsbruck für Deutschland und die Schweiz geschlossen. Laut Geschäftsführer Axel Banoth implementieren die Digitalen Werke neue Stadtwerke-Chatbots nur noch auf der Onlim-Plattform.
Die Programmierer der "Bottina" von Wien Energie
Für Onlim spreche unter anderem, dass sie den ersten Chatbot in der D-A-CH-Energiewirtschaft, "Bottina" von Wien Energie programmiert haben. Zudem ließen sich auf ihrer Plattform die Chatbots relativ einfach mit neuen energiewirtschaftlichen Sachverhalten füttern.
Die Digitalen Werke präsentieren ihren Chatbot auf der Leitmesse E-World vom 5. bis 7. Februar im Live-Betrieb. Dabei muss er den mündlichen Befehl eines Verbrauchers an einen digitalen Sprachassistenten wie Alexa entgegennehmen, er solle den Zählerstand durchgeben. Schnittstellen zu allen gängigen Assistenten seien geplant – ebenso wie Schnittstellen zu energiewirtschaftlichen Unternehmenssteuerungs(ERP)-Systemen. Die Präsentationen finden auf dem Stand der SIV AG statt, einem dieser ERP-Anbieter.
Auf ZfK-Anfrage teilte Axel Banoth mit, die bisherige Plattform-Partnerschaft mit Microsoft laufe weiter, allerdings nur noch für die bisherigen Projekte. (geo)

