(v.l.n.r.): Stephan J. Molitor (ärztlicher Geschäftsführer), Enercity-Chefin Susanna Zapreva, Carlo Brauer (ärztlicher Geschäftsführer MHBA), Manuel Demes (kaufmännischer Geschäftsführer) beim Pressegespräch.

(v.l.n.r.): Stephan J. Molitor (ärztlicher Geschäftsführer), Enercity-Chefin Susanna Zapreva, Carlo Brauer (ärztlicher Geschäftsführer MHBA), Manuel Demes (kaufmännischer Geschäftsführer) beim Pressegespräch.

Bild: © Enercity

Die hannoverschen Sophienklinik und der Energiedienstleister Enercity wollen das Smart Hospital - das vernetzte Krankenhaus - verwirklichen. Energieverschwendung vermeiden, das Raumklima in Patientenzimmern regeln und die Temperatur von Blutkonserven überwachen, sollen dazugehören.

"Das Internet der Dinge ist nahezu überall und so auch im Krankenhaus angekommen", sagte Enercity-Chefin Susanna Zapreva anlässlich eines Pressegesprächs. Vernetzte Lösungen sorgen für mehr Komfort und Effizienz in Kliniken, entlasten Ärzte und Pflegekräfte bei Routinearbeiten, tragen zum Wohlbefinden der Patienten bei und schaffen mehr Sicherheit, heißt es in der Unternehmensmitteilung.

Warnhinweis bei Abweichung des Grenzwerts

Im ersten Schritt wird der hannoversche Energieversorger insgesamt 48 Patienten- und Dienstzimmer sowie Funktionsräume der Belegarztklinik mittels intelligent vernetzter Funksensoren auf den CO2-Gehalt, die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit überwachen.

Werden definierte Grenzwerte über- oder unterschritten, erfolgen ein visueller Warnhinweis im Stationszimmer und eine SMS-Nachricht an das Pflegepersonal. Die manuelle Überprüfung der Parameter entfällt. Die Ausstattung weiterer Räume ist in einem zweiten Schritt geplant.

Mitdenkender Medikamentenschrank

Darüber hinaus werden in einem Medikamentenschrank der Klinik Temperatursensoren installiert. Die Einlagerungsbedingungen von Blutprodukten und Medikamenten werden damit überwacht. Auch hierbei erfolgt ein elektronischer Warnhinweis bei der Abweichung von definierten Grenzwerten, sollte der Schrank längere Zeit offenstehen oder defekt sein.

Zudem lässt sich der Temperaturverlauf im Bedarfsfall digital dokumentieren. Einen Beitrag zum Klimaschutz leisten Temperaturfühler in den Flurbereichen des Krankenhauses. Sie sorgen dafür, dass die dort installierten Heizkörper auf geeignete Temperatur geregelt werden und so der Energieverbrauch optimiert wird.

Weiterer Ausbau der Zusammenarbeit geplant

Die beiden Partner beabsichtigen, nach erfolgreicher Umsetzung der Auftaktprojekte weitere IoT-Lösungen im Krankenhaus einzusetzen. Potenziale sehen beide Partner etwa bei der elektronischen Erfassung der Kundenzufriedenheit und Servicequalität sowie in den Bereichen Abfall-, Parkraum- und Beleuchtungsmanagement.

Zusätzlich installiert Enercity eine E-Ladesäule auf dem Parkplatz der Klinik, die auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Mittelfristig ist beabsichtigt, den gesamten Fuhrpark der Klinik auf Elektromobilität umzustellen. (gun)

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