Der Winter kann kommen: Die Versorgungssicherheit beim Gas dürfte Deutschland in den kommenden Monaten kein Problem bereiten.

Der Winter kann kommen: Die Versorgungssicherheit beim Gas dürfte Deutschland in den kommenden Monaten kein Problem bereiten.

Bild: © Uschi Dreiucker/Pixelio

75 Grundversorger erhöhen Anfang kommenden Jahres den Gaspreis oder haben dies bereits in den vergangenen Wochen getan. Im Durchschnitt betragen die Preiserhöhungen 7,5 Prozent und betreffen rund 545.000 Haushalte. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh bedeutet das zusätzliche Kosten von durchschnittlich 105 Euro pro Jahr.

Dagegen haben bislang nur vier Grundversorger eine Preissenkung angekündigt - im Schnitt um 2,1 Prozent. Davon profitieren rund 35.000 Haushalte. Die Entgelte für die Nutzung der Gasnetze steigen 2021 voraussichtlich um durchschnittlich zwei Prozent. Am stärksten steigen die Netznutzungsentgelte in Berlin. Ab dem kommenden Jahr werden dort acht Prozent mehr fällig. In Bremen, Hamburg und dem Saarland sinken die Netznutzungsentgelte dagegen leicht (jeweils minus zwei Prozent).

CO2-Bepreisung belastet die Haushalte

Ab Januar 2021 werden für eine Tonne Kohlendioxid (CO2) 25 Euro fällig. Ein Musterhaushalt mit 20.000 kWh Gasverbrauch würde dann um 119 Euro pro Jahr zusätzlich belastet. Bis 2025 steigt der CO2-Preis schrittweise auf 55 Euro je Tonne. Die Mehrkosten lägen dann bei 262 Euro jährlich. Außerdem fällt zum Jahreswechsel ebenfalls die Corona-bedingte Senkung der Mehrwertsteuer weg. Dann zahlen Verbraucher wieder den vollen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf ihre Gasrechnung. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh würden dann wieder rund 37 Euro mehr im Jahr zahlen. (dpa/gun)

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