Die starken Preisanstiege bei Strom und Gas in diesem Jahr bergen für kommunale Versorger große Risiken.

Die starken Preisanstiege bei Strom und Gas in diesem Jahr bergen für kommunale Versorger große Risiken.

Bild: © Adam Nowakowski/Unsplash

Nach der Ankündigung erneuter Wartungsarbeiten an der Ostseepipeline Nord Stream 1 legten die Gaspreise an den europäischen Märkten kräftig zu. Am für Deutschland wichtigen Handelspunkt TTF wurde die Megawattstunde für die kommenden Monate für nahezu 300 Euro pro MWh gehandelt. Am Freitag hatten die Kurse noch bei unter 250 Euro pro MWh geschlossen.

Der Frontmonat kostete zwischendurch 289 Euro und das Januarprodukt sogar 298 Euro pro MWh. Selbst für Sommer 2023 wurden Preise von 270 Euro pro MWh aufgerufen. Erst für das zweite Quartal 2024 fiel der Wert auf 180 Euro pro MWh.

Nur einmal noch höhere Preise

Nur in der Zeit unmittelbar nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine war der Preis für das in Europa gehandelte Erdgas für kurze Zeit höher und hatte Anfang März einen Spitzenwert von mehr als 300 Euro erreicht.

Russland hatte am Freitag angekündigt, Gaslieferungen über die Ostseepipeline Nord Stream 1 Ende August für drei Tage zu stoppen. Vom 31. August bis zum 2. September soll demnach kein Gas fließen, wie der Staatskonzern Gazprom mitteilte.

Situation am Speichermarkt

Nach den Wartungsarbeiten sollen den russischen Angaben zufolge täglich 33 Millionen Kubikmeter Erdgas geliefert werden. Das entspricht 20 Prozent der sonst üblichen Tagesleistung, die Russland seit Juli liefert.

Zuletzt meldeten die Netzbetreiber weiterhin stark reduzierte, aber relativ konstante Gasflüsse aus Russland, sowohl über Nord Stream 1 als auch über die ukrainische Alternativroute. Die Lage am Speichermarkt hellte sich weiter auf. Zuletzt waren die deutschen Speicher im Schnitt zu knapp 80 Prozent gefüllt. Allein am Samstag kamen 0,63 Prozentpunkte oder mehr als 1,5 TWh netto hinzu. (aba)

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