Die Aktivist*innen von "Letzte Generation" haben mit ihren Straßensperren für Aufmerksamkeit und Empörung gesorgt, nun machten sich zwei von ihnen an einer Ölleitung zu schaffen.

Die Aktivist*innen von "Letzte Generation" haben mit ihren Straßensperren für Aufmerksamkeit und Empörung gesorgt, nun machten sich zwei von ihnen an einer Ölleitung zu schaffen.

Bild: © Sebastian Gollnow/dpa

Nach der Attacke von Aktivisten der Gruppe «Letzte Generation» auf eine Erdölpumpstation hat die Polizei ihre Kontrollen der «kritischen Infrastruktur» verstärkt. Wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums am Donnerstag in Neubrandenburg sagte, werden solche Energie- und Verteilanlagen im gesamten Osten Mecklenburgs und Vorpommern nun zusätzlich bei Streifen kontrolliert. Im Osten Deutschlands gibt es mehrere Erdöl- und Erdgasleitungen, darunter die Anlandestation der Nordstream 1-Erdgasleitung aus Russland in Lubmin.

Zwei 66 und 72 Jahre alte Männer der «Letzten Generation» hatte am Mittwoch in der Nähe von Demmin versucht, Absperrventile einer Pumpstation der Erdölleitung vom Ölhafen in Rostock zur Raffinerie Schwedt (Brandenburg) abzudrehen. Laut Polizei war der Hinweis aus Brandenburg gekommen und die Aktion wurde verhindert.

Mehrere Hundert Euro Schaden

Die beiden Männer aus Bayern waren von der Polizei mitgenommen worden und erhielten einen Platzverweis für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Sie hätten keine Angaben zu dem Fall gemacht, sagte die Sprecherin. Gegen das Duo werde wegen Verdachts der Störung öffentlicher Betriebe, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs ermittelt. Sie sollen mehrere Hundert Euro Schaden verursacht haben.

Die Gruppe «Letzte Generation» war zuletzt mehrfach mit Autobahnblockaden in Berlin aufgefallen. Sie hat weitere Aktionen angekündigt, bei denen Pipelines geschlossen werden sollen. (lm/dpa)

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