Die Demonstrationsanlage in Troia, Italien, kombiniert einen neuartigen Mikroreaktor für die Methanisierung mit einer innovativen Verflüssigungsanlage. Das erforderliche CO2 wird aus der Umgebungsluft gewonnen.

Die Demonstrationsanlage in Troia, Italien, kombiniert einen neuartigen Mikroreaktor für die Methanisierung mit einer innovativen Verflüssigungsanlage. Das erforderliche CO2 wird aus der Umgebungsluft gewonnen.

Bild: © Domenico Grossi/KIT

Deutschland muss die vorhandene Strom- und Gasinfrastruktur inklusive großer Speichermöglichkeiten für Gas sowie die Fernwärmesysteme sektorenübergreifend als Gesamtsystem nutzen und weiterentwickeln. Das fordern der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und der Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik e.V. (VDE) in einer gemeinsamen Erklärung.

Um die Klimaziele zu erreichen, müssten die erneuerbaren Energien konsequent ausgebaut werden. Um deren Volatilität langfristig auszugleichen, brauche es die Gasinfrastruktur und die verschiedenen Power-to-X-Technologien, so die Verfasser des Papiers.

Wirtschaftliche Anreize schaffen

Allerdings seien wirtschaftliche Anreize für den Einsatz von PtG-Anlagen nötig. Diese sollten ordnungsrechtlich nicht als (Letzt- )Verbraucher behandelt werden, sofern diese netzdienlich sind, fordern DVGW und VDE.

Beide haben weitere Forderungen an die Politik: Es müsse nun darum gehen, diespezifischen Errichtungs- und Betriebskosten bei Power-to-Gas durch die Hochskalierung auf einen industriellen Technologiehochlauf zu senken. Zusätzlich müsse am Wirkungsgrad gearbeitet sowie die dynamischen Eigenschaften verbessert werden.

Ordnungsrahmen anpassen

Um gleiche und faire Wettbewerbsbedingungen zu erreichen, müsse die Politik nun schnell eine schrittweise Marktintegration der Power-to-Gas-Anlagen in Angriff nehmen. Der Gesetzgeber sei in der Pflicht, den Ordnungsrahmen entsprechend anzupassen, um erneuerbare Gase in allen Sektoren zu ermöglichen. Voraussetzung sei ein Marktdesign, das volatile erneuerbare Energien, Flexibilität aller Art und Netzrestriktion wirtschaftlich in Einklang bringe, so Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender der DVGW, und der VDE-Vorstandsvorsitzende Ansgar Hinz unisono.

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