Diele – ein 600-Seelennest in Niedersachsen könnte bald Berühmtheit erlangen, denn Tennet, Gasuie und Thyssengas erwägen dort ihre 100 MW starke Power-to-Gas-Anlage zu errichten. Ob das klappt, ist allerdings noch nicht ganz sicher.
Eine Machbarkeitsstudie hat sich in den vergangenen Monaten nicht nur mit der technischen Realisierung von „Element Eins“ – so der Name des Projekts – beschäftigt, sondern auch mögliche Standorte untersucht. In Betracht kamen neben Diele auch Conneforde - beides Standorte von Tennet.
Dialog vor Ort intensivieren
Diele sei allerdings weitaus geeigneter für eine Wasserstoffproduktion im industriellen Stil, da der Ortsteil von Weener als Sammelpunkt für Offshore-Windstrom gilt und zudem über bestehende Gasinfrastrukturen verfügt. Außerdem sei die Methanisierung von Wasserstoff möglich.
Die drei Netzbetreiber aus dem Strom- und Gasbereich sind mit der Standortfokussierung zwar wieder einen Schritt weiter in ihrem großen Plan für die Wasserstoff-Erzeugung in Niedersachsen, noch wartet das Projekt allerdings auf die Genehmigung durch die BNetzA. Die Ergebnisse der Studie wurden bereits an die Gemeindevertreter weitergegeben und der Dialog vor Ort soll intensiviert werden.
Ähnliche Projekte in der Pipeline
„Element Eins“ ist nicht das einzige Großprojekt in Niedersachsen, auch Amprion und Open Grid Europe planen einen 100-MW-Elektrolyseur. Während Tennet und Co. bereits 2022 ans Netz gehen wollen, soll „Hybridge“, so der Name des „Konkurrenzprojekts“ ein Jahr später den Betrieb aufnehmen. (ls)

