Unter Anwesenheit von Mona Neubaur (in der Mitte), Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, wurde der Elektrolyseur eingeweiht.

Unter Anwesenheit von Mona Neubaur (in der Mitte), Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, wurde der Elektrolyseur eingeweiht.

Bild: © Enapter

Enapter hat der Öffentlichkeit seinen AEM-Multicore vorgestellt. Nach Unternehmensangaben handelt es sich dabei um den weltweit ersten AEM-Elektrolyseur der Megawattklasse zur Produktion von grünem Wasserstoff.  Unter Anwesenheit von Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, wurde der Megawatt-Elektrolyseur offiziell eingeweiht.

Der AEM-Multicore ist laut einer Mitteilung von Enapter eine kosteneffiziente Alternative zu traditionellen Elektrolyseuren der Megawattklasse. Er setzt sich zusammen aus 420 Kernmodulen – sogenannten AEM-Stacks. Diese werden zu einem Gesamtsystem kombiniert, das pro Tag rund 450 Kilogramm grünen Wasserstoff mit einer Reinheit von 99,999 Prozent produzieren kann. Durch die Skalierung vieler kleiner Einheiten zu einer großen Anlage will Enapter die Kosten für grünen Wasserstoff erheblich senken.

Made in Germany

Die Nachfrage ist nach Unternehmensangaben groß: Aktuell liegen demnach bereits Bestellungen aus Europa, Asien sowie Nordamerika vor. 2023 ist vor allem vom Bau der ersten Systeme des Elektrolyseurs geprägt. Ab 2024 soll die Vorserienreife erreicht werden. Der Multicore wird mittelfristig in Serie auf dem Enapter Campus in der Klimakommune Saerbeck, NRW, produziert.  

Auf dem über 80.000 Quadratmeter großen Enapter Campus entstehen Einrichtungen für Produktion, Forschung und Entwicklung sowie Verwaltung. Die Entwicklungseinheiten haben bereits ihren Betrieb vor Ort aufgenommen. Die Energieversorgung des Enapter Campus, inklusive aller zukünftigen Produktionsanlagen, wird vollständig mit erneuerbarer Energie gedeckt. Dafür werden zum einen Photovoltaikanlagen auf dem Enapter Campus genutzt und zum anderen Ökostrom aus Solar-, Wind- und Biomasseanlagen aus dem nahegelegenen Bioenergiepark Saerbeck bezogen, um netzunabhängige, vollständige Energieautarkie zu erreichen. Die Abwärme aus den Biogasanlagen des Bioenergieparks wird u.a. die Beheizung der Gebäude auf dem Enapter Campus unterstützen. 

Neubaur setzt auf Wasserstoff

Mona Neubaur sieht grünen Wasserstoff als ein Schlüsselelement für die Energiewende. Die Vorstellung des AEM-Megawatt-Elektrolyseurs sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer grünen und nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft. (amo)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper