40 Euro pro Tonne und mehr: Die CO2-Preise sind in den vergangenen Tagen erneut rasant gestiegen. Am Mittwoch kosteten EUA-Zertifikate zwischendurch 41,85 Euro pro Tonne — so viel wie noch nie zuvor.
Schon vor etwa einem Monat hatten die CO2-Preise die 40-Euro-Marke geknackt. Unter anderem milderes Wetter und Mitnahmeeffekte führten in der Folge jedoch dazu, dass der Kurs nachließ. In den vergangenen sieben Tagen legten die Preise dann wieder um mehr als acht Prozent zu.
Gas, Kohle, Öl tendenziell nach oben
Marktbeobachter führen das auf mehrere Faktoren zurück. Da sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die sich mit dem Voranschreiten der Impfungen und einem massiven Konjunkturpaket in den USA sowie positiven Signalen aus China aufhellen. Nimmt die globale Wirtschaft wieder an Fahrt auf, dürfte auch die Nachfrage nach Energie steigen.
Wohl auch deshalb gingen in den vergangenen Tagen die Börsenpreise für Commodities wie Gas, Kohle oder Öl tendenziell nach oben: Dies dürfte die CO2-Preise mit nach oben getrieben haben.
"50 Euro pro Tonne in kommenden Monaten"
Dazu kamen neuerliche Spekulationen nach weit höheren CO2-Preisen in gar nicht ferner Zukunft. Commodity-Analyst Bjarne Schieldrop vom Finanzdienstleister SEB schrieb in einem Report diese Woche etwa: "Machen Sie sich bereit für 50 Euro pro Tonne in den kommenden Monaten."
Ob die CO2-Preise in den nächsten Tagen weiter steigen, bleibt dabei ungewiss. In ihrem jüngsten Börsenbericht verweisen die Stadtwerke Heidenheim auf bearishe Signale, die von aktuellen Prognosen der erneuerbaren Energien kommen. Vor allem mehr Windenergie könnte die kurzfristige Nachfrage nach fossilen Energieträgern dämpfen.
"Aus technischer Sicht Aufwärtstrend möglich"
Gleichzeitig würde der Preis durch ausstehende Compliance-Käufe unterstützt, schreibt der Energieversorger und schließt: "Aus technischer Sicht ist ein Aufwärtstrend möglich. Die Erwartung ist, dass der Kontrakt zwischen 38,00 und 40,00 Euro pro Tonne gehandelt werden wird." (ab)
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