Damit Deutschland die Klimaziele erreicht, muss der Zubau an Photovoltaik deutlich gesteigert werden.

Damit Deutschland die Klimaziele erreicht, muss der Zubau an Photovoltaik deutlich gesteigert werden.

Bild: © Rainer Sturm/Pixelio

Der Kohle- und Atomausstieg fordert Alternativen. Womöglich kann die Solarenergie davon profitieren. Photovoltaik (PV) wird bei Verbrauchern und Unternehmern immer beliebter: 2018 gingen nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) Solarstromanlagen mit einer Spitzenleistung von 2960 MW neu in Betrieb. Das sind 68 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt konnte die PV-Energie im vergangenen Jahr bereits rund acht Prozent des deutschen Stromverbrauchs decken. Aufgrund der Hitze des vergangenen Jahres kam es zu einer Rekordeinspeisung von 46 Mrd. kWh Strom.

Jede zweite Anlage mit Speicher

Der BSW gibt an, dass mittlerweile jede zweite PV-Anlage gemeinsam mit einem Speicher installiert wird. Die gestiegene Nachfrage ginge, so der BSW, maßgeblich auf gesunkene PV-Systempreise zurück. Die Solarbranche zeigt sich zuversichtlich, dass die Nachfrage auch künftig weiter anziehen wird. Das sei vor allem auf des Ziel der Bundesregierung zurückzuführen, den Anteil erneuerbarer Energien im Stromsektor zu beschleunigen und bis zum Jahr 2030 auf  65 Prozent auszubauen.

"Solarenergie und Speicher stehen bereit, deutlich größere Beiträge für eine klimafreundliche und bezahlbare Energieversorgung des Strom-, Wärme- und Mobilitätssektors zu leisten. Sie können maßgeblich dazu beitragen, die Lücken verlässlich und preiswert zu schließen, die durch den Atom- und Kohleausstieg entstehen", erklärt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig.

Es braucht energiepolitische Weichen

Um den Ausbau tatsächlich voranbringen zu können, sei es an der Zeit die energiepolitischen Weichen zu stellen, so Körnig: "Die jährlichen Solarenergie-Ausbauziele sind veraltet. Sie müssen kurzfristig mindestens verdreifacht, bestehende Marktbarrieren für die solare Direktversorgung zügig beseitigt werden." (hol)

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