"Im Zuge der Corona-Pandemie ist das Zuhause noch weiter in den Lebensmittelpunkt vieler Menschen gerückt. Entsprechend entstehen hier auch höhere Kosten", sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. Das Online-Vergleichsportal hat berechnet, in welchen häuslichen Bereichen ein dauerhaftes Arbeiten im Homeoffice zu einer Erhöhung der Energierechnung führen kann.
Insbesondere die Heizkosten für einen Heimarbeitsplatz in einem eigenen Arbeitszimmer fallen dabei ins Gewicht. Bei einem Einfamilienhaus mit einem 20 Quadratmeter großen Arbeitszimmer waren das laut Verivox in der vergangenen Heizperiode 2019/2020 rund 145 Euro Gaskosten pro Jahr. Wer mehr zuhause ist, koche zudem auch mehr. Eine zusätzliche Mahlzeit pro Tag könne rund 50 Euro an zusätzlichen Stromkosten pro Jahr verursachen. Wie hoch die Kosten genau liegen, hänge von der Art der Mahlzeiten und der Energieeffizienz des Herdes/Backofens ab.
Beleuchtung und Smartphone erhöhen Kosten nur leicht
Beim Computer hingegen seien mögliche Mehrkosten von der Ausstattung abhängig. „Werden zwei sparsame Monitore zugeschaltet, steigt der Verbrauch und die jährlichen Stromkosten liegen bei rund 50 Euro. Kommt ein Desktop-Rechner mit leistungsfähiger Grafikkarte zum Einsatz, können die Kosten noch deutlich höher liegen“, heißt es in der Pressemitteilung. Kosten für zusätzliche Beleuchtung, Smartphone und Wasserkocher hingegen erhöhten die Energierechnung nur um rund 15 Euro pro Jahr.
Grundannahmen für die Berechnungen
Als Beispiele für den Heimarbeitsplatz hat Verivox nach eigenen Angaben handelsübliche Geräte herangezogen, die mit dem Energy Star gekennzeichnet wurden. Für die zusätzliche Mahlzeit pro Tag wurde der halbstündige Betrieb eines Kochfeldes mit einer Leistung von 1,5 kW angenommen. Die Beleuchtung wurde mit einer zusätzlichen 9-Watt-LED-Lampe, die während der gesamten Arbeitszeit brennt, veranschlagt. Die Heizkosten wurden für ein freistehendes Einfamilienhaus mit einer Fläche von 130 qm berechnet. (hoe)

