Mit der Schließung des Kraftwerks Lünen gehen für die Steag 80 Jahre Kraftwerksgeschichte an diesem für das Unternehmen wichtigen Standort zu Ende.

Mit der Schließung des Kraftwerks Lünen gehen für die Steag 80 Jahre Kraftwerksgeschichte an diesem für das Unternehmen wichtigen Standort zu Ende.

Bild: © Steag

Das vor knapp einem Jahr vom Netz genommene Steinkohlekraftwerk Lünen soll für eine neue gewerbliche Nutzung des Geländes abgerissen werden. Der Kraftwerksbetreiber Steag gab am Donnerstagabend den Verkauf des gut 37 Hektar großen Areals inklusive sämtlicher Gebäude und Anlagen an die Hagedorn Unternehmensgruppe bekannt. Sie will das Gelände für die Ansiedlung neuer Unternehmen aufbereiten.

Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns sprach von einer Chance für die Stadt: "Hier können wir emissionsarme und zukunftsfähige Betriebe mit tariflich bezahlten Arbeitsplätzen anziehen", sagte er in der Mitteilung der beiden Unternehmen.

Ankaufsrecht auf weitere 5,3 Hektar

Lünen war das älteste Kraftwerk der Steag, die nunmehr jeweils drei Kraftwerke im Ruhrgebiet und im Saarland betreibt. Das Kraftwerk Lünen produzierte früher Bahnstrom. Für Hagedorn besteht den Angaben beider Unternehmen zufolge ein Ankaufsrecht auf weitere 5,3 Hektar. Dort befindet sich derzeit ein Werk, das Zusatzstoffe für die Bauindustrie herstellt.

Für Hagedorn ist das Steag-Kraftwerk die dritte Partnerschaft mit einem großen deutschen Energieversorger nach den bereits laufenden Revitalisierungsprojekten zum ehemaligen Uniper Kraftwerk Knepper (Castrop-Rauxel/Dortmund) und RWE-Kraftwerk Bochum. (dpa/pm)

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