Zum Gebotstermin 1. Oktober gingen bei der Bundesnetzagentur 89 Gebote für Windkraftprojekte an Land ein. Mit einem Volumen von 769.950 kW war die ausgeschriebene Menge von 825.527 kW nur leicht unterzeichnet. Im Netzausbaugebiet gab es jedoch eine deutliche Überzeichnung.
So sei die Obergrenze dort völlig ausgeschöpft worden, wie die Bundesbehörde vermeldete. Ausgeschrieben waren für das Gebiet 268.300 kW, eingereicht wurden jedoch Gebote mit einem Volumen von insgesamt 349.200 kW.
Durchschnittlicher Zuschlagswert leicht gesunken
Regional ging das größte Zuschlags-Volumen nach Schleswig-Holstein mit 23 erfolgreichen Geboten und 108.500 kW Leistung. Niedersachsen folgt mit 18 Zuschlägen und 234.750 kW. Insgesamt erhielten 74 Projekte einen Zuschlag.
Die Gebotswerte der bezuschlagten Gebote reichen von 5,60 ct/kWh bis 6,20 ct/kWh. Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert liegt bei 6,11 ct/kWh und damit etwas unter dem der Vorrunde von 6,20 ct/kWh.
Alle PV-Zuschläge entfallen auf Bayern
Bei der gleichzeitig stattfindenden Solarausschreibung zeichnete sich ein ähnliches Bild wie in allen vorangegangenen PV-Ausschreibungen dieses Jahr. Mit 393.296 kW und 87 eingereichten Geboten war das ausgeschriebene Volumen von 96.358 kW deutlich überzeichnet.
Insgesamt konnten sich 30 Gebote mit 103.143 kW eine Förderung sichern. Alle sieben bezuschlagten Gebote auf Acker- und Grünlandflächen entfielen auf entsprechende Flächen in Bayern. Neun Gebote wurden vom Verfahren ausgeschlossen.
Nächster Gebotstermin am 1. Dezember
Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte liegen zwischen 4,98 ct/kWh und 5,36 ct/kWh und somit leicht unter denen der Vorrunde (Vorrunde: 4,80 bis 5,39 ct/kWh). Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert ist ganz leicht gestiegen und liegt in dieser Runde bei 5,23 ct/kWh (Vorrunde: 5,22 ct/kWh).
Die nächsten technologiespezifischen Ausschreibungen für Windkraftanlagen an Land und Solarprojekte finden am 1. Dezember statt. (lm)



