So sieht der Prototyp eines Perowskit-Solarmoduls aus.

So sieht der Prototyp eines Perowskit-Solarmoduls aus.

Bild: © KIT

Auch wenn die Technologie rund um Solarmodule ziemlich ausgefeilt ist, die Wirkungsgrade von maximal 22 Prozent toppt derzeit noch kaum eine auf dem Markt befindliche Lösung. Das Projekt "Capitano", das vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) koordiniert wird, arbeitet nun an Effizienzwerten von über 30 Prozent.

Möglich machen sollen das sogenannte Tandemsolarmodule mit zwei lichtaktiven Schichten. Das Forschungskonsortium, darunter das KIT und Nice Solar Energy, kombiniert Dünnschichtsolarmodule auf Basis von Perowskit-Halbleitern mit Halbleitern aus Kupfer, Indium, Gallium und Selen (CIGS). Der Clou: Durch die Überlagerung zweier unterschiedlicher Solarmodultypen wird das Sonnenlichtspektrum besser ausgenutzt.

Sogar über 30 Prozent möglich

Und so funktioniert es: Die Perowskit-Solarzelle wandelt das Licht im sichtbaren Teil des Sonnenspektrums in Strom um. Die darunter liegende CIGS-Solarzelle absorbiert das Licht im infrarotnahmen Spektrum, das die Perowskit-Solarzelle durchdringt. Beide Solarzellen nutzen Dünnschichttechnologien, die sich auf Quadratmeter großen Substraten herstellen lassen. Damit ließen sich die Kosten – bei gleichzeitig hohem Wirkungsgrad – deutlich reduzieren. (ls)

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