Wolfgang Bühring (65) ist seit Oktober 1997 Geschäftsführer der Stadtwerke Speyer und mehrerer Tochtergesellschaften.

Wolfgang Bühring (65) ist seit Oktober 1997 Geschäftsführer der Stadtwerke Speyer und mehrerer Tochtergesellschaften.

Bild: © Klaus Venus/Stadtwerke Speyer

Die Stadtwerke Speyer (SWS) planen fünf neue Windparks mit insgesamt 25 Windrädern. Die Anlagen sollen an mehreren Orten um die Domstadt und in der Südpfalz entstehen, wie aus einem Bericht des "SWR" hervorgeht.

Eine Sprecherin der SWS bestätigte das Vorhaben gegenüber der ZfK. Demnach seien Anlagen mit einer Nennleistung von jeweils 6 MW geplant. Unter anderem soll der bereits bestehende Windpark in Hatzenbühl (Rheinland-Pfalz) ausgebaut werden. Zu den bisherigen fünf Windrädern dort sollen noch zwei weitere hinzukommen. Der Bau soll voraussichtlich Ende des Jahres beginnen.

Große Zustimmung

Wie der Geschäftsführer der Stadtwerke Speyer, Wolfgang Bühring, gegenüber dem "SWR" ausführt, komme aus den Orten fast ausschließlich Unterstützung. "In Römerberg hat eine Gruppe junger Bürger gefragt: Was können wir an erneuerbarer Energie hier bei uns erzeugen? Sie sind zum Bürgermeister gegangen und haben appelliert, keine Windräder mehr abzulehnen", lässt sich Bühring zitieren.

Zudem würde allen Bürgern und den Gemeinden angeboten, sich an den Windparks zu beteiligen. In Römerberg habe sich bereits eine Bürger-Energiegenossenschaft gegründet.

Fläachenpoolpachtkonzept

Die nötigen Flächen für die Fundamente der Windräder sollen nach den Plänen der Stadtwerke von Landwirten zur Verfügung gestellt werden. Diese erhielten dafür eine ungewöhnlich hohe Vergütung, so Bühring gegenüber dem Süd-West-Rundfunk.

Bei der Grundstücksakquise setzt der Kommunalversorger auf ein Flächenpoolpachtkonzept, wie eine SWS-Sprecherin gegenüber der ZfK erklärt. "Dieses Modell bindet alle Grundstücke im Projektgebiet ein. Da wir hier in der Vorderpfalz relativ kleine Grundstücksparzellen haben und somit eine Vielzahl unterschiedlicher Eigentümer*innen ist das besonders fair."

Alle Eigentümer hätten demnach den gleichen Vertrag und könnten unabhängig von einer tatsächlichen Bebauung profitieren. "Der tatsächliche WEA-Standort kann so optimiert werden und alle haben die gleiche Chance auf Zusatzerlöse etwa durch Fundamententgelte und Abstandsflächen."

Bedeutende Säule

Für Stadtwerke Speyer ist die Windkraft nach eigener Darstellung eine der bedeutendsten Säulen der auf erneuerbare Energien ausgerichteten Strategie. "Wir sind dankbar dafür, dass wir die Möglichkeit bekommen mit Umlandgemeinden Windprojekte umzusetzen und Energiepartnerschaften zu schließen", so die SWS-Sprecherin. "Diese Partnerschaften sind essenziell für die zukünftige erneuerbare Energiewelt."

Die Windparks würden demnach Bestandteile der Energiewaben, in denen das Zusammenspiel mit anderen Energieeinheiten wie Speicher, Elektrolyseuren, Wärmepumpen und E-Mobilität organisiert werde. (jk)

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