Seit über zehn Jahren frägt die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) die Meinung der Bürger zur Energiewende ab. Dabei ist die Akzeptanz gegenüber dem Erneuerbaren-Ausbau beständig hoch.
Vergangenes Jahr gaben 86 Prozent der über 1000 Befragten an, dass sie eine stärkere Nutzung der Erneuerbaren in Deutschland befürwortet. 2019 lag die Zustimmung sogar noch drei Prozent höher.
Über die Hälfte hält die Energiewende für eine Chance der regionale Wertschöpfung
Mit Blick auf die eigene Nachbarschaft stehen immerhin 60 Prozent der Befragten einem Ausbau von regenerativen Energiequellen offen gegenüber. Ein Jahr zuvor waren es noch 64 Prozent. Deutlich geringer fallen die Vorbehalte aus, wenn die Befragten, bereits in der Nähe eines Solarkraftwerks wohne. Dann stimmen 76 Prozent der Studienteilnehmer einem weiteren Ausbau zu.
Erstmals wurde im Rahmen der YouGov-Umfrage auch gefragt, ob die Befragten glauben, dass der Ausbau von Erneuerbaren und Stromnetzen die regionale Wirtschaft stärkt. Eine eindeutige Mehrheit von 57 Prozent bejahte die Aussage.
"Wind im Wald" ist umstritten
Umstritten ist hingegen der Windkraftzubau im Nutzwald. Nur ein Drittel findet den Bau dort sinnvoll. Mehr als die Hälfte lehnt dies ab. Für einen besseren Klimaschutz sind doch nicht nur die Politik und Wirtschaft gefragt, sondern auch jeder einzelne. So sind immerhin 26 Prozent der Befragten bereit weniger Auto zu fahren oder auf den ÖPNV umzusteigen. Wiederum 24 Prozent würden in eine neue, klimafreundliche Heizung, wie Wärmepumpen oder Solarthermie, investieren. (lm)
