Der digitale Solaranbieter Zolar hat aktuelle Daten im Markstammdatenregister der Bundesnetzagentur ausgewertet und dabei festgestellt, dass die Ausbauziele der Bundesregierung für Photovoltaikanlagen für 2023 mit 10,3 GW installierter Leistung bis einschließlich September übertroffen wurden. Das Ziel wurde demnach bereits Ende August erreicht.
Mit 5,58 GW von ursprünglich geplanten 9 GW für das gesamte Jahr sind die Treiber des Ausbaus die Privathaushalte, wie Zolar mitteilt. Darunter fallen Balkonkraftwerke, Fassaden-PV und Solar-Dachanlagen bis 30 kWhp. Kleinere Städte mit weniger als 500.000 Einwohnern nehmen dabei rund 50 Prozent mehr Anlagen in Betrieb als Großstädte.
Metropolen hinken hinterher
Unter den "Solar-Champions" sind demnach ausschließlich Städte bis 500.000 Einwohner, wie Zolar weiter ausführt. Das Ranking führen bis einschließlich September drei Städte aus Nordrhein-Westfalen: Münster, Bielefeld und Mönchengladbach. In Münster sind in diesem Jahr bereits 513 private Solaranlagen pro 100.000 Einwohner ans Netz gegangen, in Bielefeld waren es 469 pro 100.000 Einwohner. Mönchengladbach hat 2023 439 PV-Anlagen pro 100.000 Einwohner installiert.
Städte mit mehr als 1 Mio. Einwohnern wie Köln, München, Hamburg und Berlin haben mit durchschnittlich halb so hohen Zubau-Quoten das Nachsehen, heißt es weiter. In den Stadtstaaten Hamburg und Berlin wurden dieses Jahr pro 100.000 Einwohner nur jeweils 138 beziehungsweise 135 Solaranlagen installiert.
Erfurt und Magdeburg an der Spitze
In den neuen Bundesländern setzen vor allem die Erfurter und Magdeburger auf die Kraft der Sonne. Mit 335 installierten Solaranlagen pro 100.000 Einwohner in Erfurt und 326 neuen Photovoltaik-Dachanlagen pro 100.000 Einwohner in Magdeburg führen die beiden Städte das Ost-Ranking an und belegen im bundesweiten Vergleich Platz 8 und 10. (jk)

