The smarter E hat sich im Jahr 2023 deutlich vergrößert.

The smarter E hat sich im Jahr 2023 deutlich vergrößert.

Bild: © Solar Promotion

The smarter E Europe öffnet heute gemeinsam mit ihren vier Fachmessen (Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe) die Tore und zeigt auf, wie eine 24/7 erneuerbare Energieversorgung gelingen kann. Mehr als 2450 Aussteller präsentieren hierzu auf Europas größter energiewirtschaftlichen Plattform ihre neuesten Produkte und Lösungen für die neue Energiewelt.

Bis Freitag werden über 85.000 Besucher aus 160 Ländern erwartet. Bereits zuvor war der Gewinner des Intersolar Award 2023 bekannt geworden: Der transformatorlose Stringwechselrichter SUN2000-330KTL für Photovoltaik-Anlagen, die ABC-Module als eine der weltweit leistungsstärksten Solarpaneele und das LED-lichtbasierte Messgerät Sinus-360 Advanced für die Bewertung von Solarzellen überzeugten die Jury als herausragende Innovationen der Solarindustrie. Ausgezeichnet wurden hierfür die Hersteller Huawei, Shenzhen Aiko und der deutsche Anbieter von Lichtsimulatoren Wavelabs.

Quartierslösungen im urbanen Raum

Im Rahmen der Messe wurden zudem zahlreiche weitere Innovationen vorgestellt. So richtet sich der Ökostromanbieter Naturstrom mit neuen Konzepten an Kommunen, Bürgerenergiegesellschaften, mittelständische Unternehmen und Immobiliengesellschaften.

"Mit wachsendem Erneuerbaren-Anteil wird es immer wichtiger, die Stromerzeugung auf lokale Bedürfnisse abzustellen", läss sich Thomas E. Banning zitieren, Geschäftsführer von Naturenergy, der Führungsgesellschaft für die Energieerzeugung in der Naturstrom-Gruppe. "Durch eine möglichst gute Übereinstimmung zwischen Produktion und Verbrauch vor Ort lassen sich die knappen Netzkapazitäten entlasten, der Wert des erzeugten Ökostroms optimieren und zugleich ein hohes Maß an Preisstabilität für die gewerblichen, kommunalen und auch privaten Abnehmer erzielen.“

Mit integrierten Quartierslösungen für den urbanen Raum nimmt Naturstrom die künftig flächendeckend nötige Verknüpfung der Stromwelt mit der Wärmebelieferung und Mobilitätsanwendungen vorweg. Wie im Berliner Öko-Quartier Kokoni One setzt der Öko-Energieversorger hierbei auf eine Kombination aus Photovoltaik, Wärmepumpen und einem Nahwärmenetz.

Speicherlösungen für zuhause

Ein weiteres großes Thema sind Speicherlösungen für zuhause: So stellt etwa Canadian Solar sein erstes Energiespeichersystem für Privathaushalte vor. Das kompakte All-in-One-Konzept, welches den Hybrid-Wechselrichter bereits im Heimspeicher integriert hat, soll einen vielseitigen Einsatz im häuslichen Gebrauch ermöglichen. Das Speichersystem setzt dabei auf ein stapelbares modulares Design um den individuellen Energiebedarf der Hauseigentümer zu decken, die sich zwischen modular erweiterbare Kapazitätsoptionen von 6,6 kWh bis 19,9 kWh entscheiden können.

Prosumer im Mittelpunkt

Auch der "Prosumer" steht im Zentrum vieler neuer Services. So können Hausbesitzer mit einem neuen Angebot von EnBW und dem Tochterunternehmen Senec ihren selbst erzeugten Solarstrom künftig verkaufen. Bislang habe für Verbraucher, die sich für eine Heimlösung mit Photovoltaik (PV) und Speicher interessierten, die Energie-Unabhängigkeit im Mittelpunkt gestanden, so die beiden Partner. Zwischenzeitlich würden jedoch veränderte Rahmenbedingungen sowie zunehmend preisgünstigere PV-Technologien neue Teilnahme-Optionen am Energiemarkt eröffnen: So könnten nun auch Millionen Haushalte mit selbst erzeugtem Solarstrom zum aktiven Prosumer werden.

Mit der optionalen Direktvermarktung erhielten Endkunden demnach die Möglichkeit, ohne preisliches Risiko am Energiemarkt zu partizipieren. "Dabei garantieren wir mindestens 30 Prozent Mehrerlös im Vergleich zur Einspeisevergütung von 8,2 Cent pro Kilowattstunde", verspricht Senec-Geschäftsführerin Aurélie Alemany.

Neue Player auf dem Markt

Die Energiewende in Deutschland zieht dabei auch neue, internationale Unternehmen an. So hat der niederländische Softwareentwickler Solar Monkey seine Expansion in den deutschen Markt angekündigt. Deutschland stelle einen bedeutenden Wachstumsmarkt in den strategischen Plänen des Unternehmens dar, hieß es. Das Ziel: Solarinstallateure und Unternehmen mit einfach zu bedienender Planungssoftware für den Erfolg in schnell entwickelnden Märkten auszustatten.

Die Softwarelösungen von Solar Monkey bieten demnach fortschrittliche Funktionen, die speziell auf PV-Anlagen für Privathaushalte zugeschnitten seien. Darunter präzise Standortbewertungen, genaue Ertragsschätzungen und detaillierte Berichte. Durch den Einsatz hochentwickelter Algorithmen und Kartierungsdaten soll die Software verschiedene Faktoren wie Verschattung, Ausrichtung der Module und geografische Lage berücksichtigen. Dies ermögliche präzise Vorhersagen und eine optimierte Auslegung von Solarmodulen, um eine optimale Leistung für Hausbesitzer zu gewährleisten.

Nachfrage nach Wechselrichtern

Auch das chinesische Greentech-Unternehmen Hopewind will offenbar sein Glück in Deutschland versuchen. Zunächst will das Unternehmen vor allem zertifizierte String-Wechselrichter anbieten, um die Nachfrage am deutschen Markt zu bedienen. Im Fokus stehen dabei zwei Produkte: der hochleistungsfähige 100/110kW C&I-PV-Wechselrichter für mittelgroße gewerbliche Solaranwendungen und die 3-10kW Wohnanlagen-PV-Lösung für Privathaushalte.

Der deutsche Elektrikhersteller Kostal stellt eine neue Wechselrichter-Generation mit Ersatzstrom sowie einen neuen Wechselrichter für das Gewerbe vor. Der neue Hybrid-Wechselrichter kommt dabei in drei Leistungsklassen bis 20 Kilowatt und mit Ersatzstromfunktion sowie einem integrierbaren DC-Überspannungsschutz auf den Markt. Der neue Gewerbewechselrichter hat eine Leistung von 100 kW und verfügt über acht MPP-Tracker, ist kompatibel mit einer Vielzahl an Parkreglern und Datenloggern, kann Eingangsströme von bis zu 40 Ampere verarbeiten und serielle Lichtbögen detektieren.

Wechselrichter mit Wi-Fi

Der Hersteller von ModulwechselrichternAPsystems präsentiert auf der Intersolar Europe seine neue Wechselrichterserie. Das chinesische Unternehmen hat die beiden einphasigen Geräte mit maximalen Ausgangsleistungen von 799 und 960 VA für Balkonkraftwerke und Do-it-yourself-Anlagen entwickelt. APsystems führt sie zur Intersolar Europe Mitte Juni auf dem deutschen Markt ein.

Anwender können die Echtzeitdaten ihrer Solaranlage demnach direkt auf ihrem Mobiltelefon abrufen oder über einen Router an einen Cloud-Server senden, denn sowohl Wi-Fi als auch Bluetooth sind bereits integriert.

"Wir sind weltweit das erste Unternehmen, das Wi-Fi und Bluetooth in seine Mikrowechselrichter integriert", sagt Oliver Jacques, Präsident der globalen Geschäftseinheiten bei APsystems. "Mit unserer neuen Serie erfüllen wir den Bedarf nach sicheren und zuverlässigen Plug-and-Play-Lösungen, die sich schnell und bequem anschließen lassen."

(jk)

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