Die Nutzung der Windkraft im Wald kann lohnenswert sein.

Die Nutzung der Windkraft im Wald kann lohnenswert sein.

Bild: © Rainer Sturm/Pixelio

Windräder im Wald sind in Thüringen nicht mehr tabu. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, sei ein weiterer Ausbau der Windenergieanlagen notwendig, sagte Umweltstaatssekretär Olaf Möller am Mittwoch im Landtag in Erfurt. "Wir werden auch Waldflächen in die Prüfung einbeziehen." Dabei sei sich die Landesregierung des Konflikts zwischen Klima- und Naturschutz bewusst. "Es muss eine faire Interessenabwägung geben." Als Standorte für Windräder kämen keine für den Naturschutz oder die Erholung wichtigen Waldgebiete infrage.

"Aber Wald ist nicht gleich Wald", sagte Möller. In reinen Nutzwäldern, beispielsweise Monokulturen mit Fichtenbestand, sähe die Situation anders aus. Zumal für Eigentümer, darunter private Waldbesitzer und Kommunen, auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielten.

Verpflichtung zur Aufforstung

Derzeit gebe es nicht mehr als zwei Windräder im Wald in Thüringen. Möller widersprach Kritik vor allem der AfD-Fraktion, durch Windkraftanlagen würde Wald verloren gehen. Es gebe die Verpflichtung zur Aufforstung, am besten mit dem Klimawandel trotzenden Mischbeständen. Zerstörend auf den Thüringer Wald wirkten vor allem Stürme sowie der derzeit starke Befall mit Borkenkäfern. (dpa/hil)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper