Wird im Juni BDEW-Präsidentin: Entega-Chefin Marie-Luise Wolff.

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Bild: © Entega

Für den Energiekonzern Uniper wird sein neues Steinkohlekraftwerk in Datteln immer mehr zur Zitterpartie. Die Milliardeninvestition kann möglicherweise noch später als bislang geplant ans Netz gehen. Ende vergangenen Jahres hatte Uniper die Inbetriebnahme auf das vierte Quartal 2018 verschoben. Diesen Termin könne Uniper "nicht ausdrücklich bestätigen", sagte Vorstandschef Klaus Schäfer am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf.

Ursprünglich sollte das Kraftwerk Datteln 4 schon seit 2011 Strom liefern, unter anderem für die Deutsche Bahn. Nach einem gerichtlichen Baustopp 2009 drohte das bereits weit fortgeschrittene Projekt sogar zur Bauruine zu werden. Uniper hat bisher rund 1,2 Milliarden Euro in den wohl letzten Neubau eines großen Steinkohlekraftwerks in Deutschland gesteckt. Ein niedriger dreistelliger Millionenbetrag ist nach Angaben von Finanzvorstand Christopher Delbrück an weiteren Investitionen erforderlich.

Schäden am Stahl, der für die Kesselanlage verbaut wurde

Das Hauptproblem seien die möglicherweise ausfallenden Stromlieferungen, sagte Delbrück. Mit RWE streitet Uniper bereits vor Gericht. RWE will den mit Uniper geschlossenen Liefervertrag kündigen und hilfsweise Preissenkungen durchsetzen. "Dies könnte die Wirtschaftlichkeit von Datteln 4 deutlich nachteilig beeinflussen", heißt es dazu im Geschäftsbericht.

Die neuen Probleme hängen mit Schäden am Stahl zusammen, der für die Kesselanlage verbaut wurde. Die Untersuchung der Schäden und die Kontrolle von rund 35 000 Schweißnähten dauere länger als angenommen, sagte Schäfer. Erst wenn die Überprüfungen abgeschlossen seien, könne ein endgültiges Reparaturkonzept erstellt werden. (dpa)

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