Auch in Großbritannien setzen immer mehr Haushalte auf Stromerzeugung vom eigenen Dach.

Auch in Großbritannien setzen immer mehr Haushalte auf Stromerzeugung vom eigenen Dach.

Bild: © nrqemi/Adobe Stock

Der Schweriner Versorger bringt mit „Wemag Öko Direkt“ ein neues Weiterbetriebsangebot für Ü20-PV-Anlagen auf den Markt. Dabei können sich die Anlagenbetreiber zwischen mehreren Varianten entscheiden.

Entweder sie stellen ihren selbst erzeugten Sonnenstrom der Wemag zur Verfügung und profitieren von den Marktpreisen abzüglich Vermarktungskosten oder sie optimieren ihre Anlage gemeinsam mit der Wemag auf Eigenverbrauch.

Überschüsse gehen in Direktvermarktung

Dadurch spart der Anlagenbetreiber die Kosten für den mit Abgaben und Umlagen belasteten Netzstrom in Höhe von 25 bis 30 Cent pro kWh. Und auch von möglichen Überschussmengen sollen Kunden von „Wemag Öko Direkt“ profitieren. Mögliche Überschüsse wollen die Schweriner in ihre Direktvermarktung integrieren.

„Da wir das Produkt in einen vollkommen digitalen Prozess integrieren konnten und sich in Kombination mit der Belieferung des noch benötigten Stroms Synergien ergeben, sind unsere Vermarktungsaufwendungen auf ein Minimum reduziert“, erklärt Wemag-Vertriebsleiter Michael Hillmann. Somit könne auch für die kleinsten Anlagen ein wirtschaftliches Angebot geschaffen werden.

Rechtslage noch nicht ganz eindeutig

Die genaue Ausgestaltung des Angebots der Wemag hängt nun auch vom gesetzgeberischen Rahmen ab. So sieht das EEG 2021 eine Smart-Meter-Pflicht für Post-EEG-Anlagen vor, die neben dem Eigenverbrauch Stromüberschüsse vermarkten wollen. Auch das leiert die Wemag für Anlagenbetreiber in die Wege – Zusatzkosten fallen nicht an.

Allerdings ist die Rechtslage noch nicht ganz eindeutig:  „Wichtig ist, dass der Gesetzgeber Klarheit hinsichtlich der technischen Anforderungen zum Messen und Steuern der Anlagen schafft und dabei die Branche nicht überfordert,“ erklärt Hillmann.

Auch als White-Label-Produkt geplant

Die Wemag plant das Produkt auch als White-Label anderen Versorgern zur Verfügung zu stellen und dabei die Prozesse im Hintergrund übernehmen. „Dritte Stadtwerke haben so die Möglichkeit, sich das Kundenvertragsverhältnis zu sichern und in einem regionalen Rahmen weitere Lösungen für diese spannende Kundengruppe zu etablieren,“ erklärt Vertriebsleiter Hillmann. (lm)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper