Während der Vertragsunterzeichnung (von links nach rechts): Roman Havranek (Siemens), Olaf Kreyenberg (Siemens), Karsten Rogall (Leipziger Stadtwerke) und Maik Piehler (Leipziger Stadtwerke)

Während der Vertragsunterzeichnung (von links nach rechts): Roman Havranek (Siemens), Olaf Kreyenberg (Siemens), Karsten Rogall (Leipziger Stadtwerke) und Maik Piehler (Leipziger Stadtwerke)

Bild: © Leipziger Gruppe

Die Leipziger Stadtwerke haben den Vertrag zur Lieferung zweier Gasturbinen des Typs SGT800 (Siemens Gasturbine 800) mit Siemens unterzeichnet. Die Turbinen werden im neuen Heizkraftwerk (HKW) Leipzig Süd zukünftig eingesetzt. Sie haben eine Gesamtleistung von 2 x 62 MW. Das Kraftwerk soll die Stadt ab Ende 2022 mit Strom und Wärme versorgen, teilt das Energieunternehmen mit.

Die Investition in Höhe von rund 60 Millionen Euro wird das Herzstück des neuen Heizkraftwerks Leipzig-Süd: Mit der hinzugewonnenen Erzeugungskapazität werden die Stadtwerke bis Ende 2022 unabhängig von der Fernwärmeversorgung aus dem Braunkohlekraftwerk in Lippendorf. "Der Einstieg aus dem Ausstieg der Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen wird damit immer realistischer. Auch wenn die Anlage anfangs mit Erdgas betrieben wird – die von Siemens angebotene Technik ist für 100 Prozent grünen Wasserstoff ausgelegt und damit die modernste, die es derzeit weltweit auf dem Markt gibt", so Karsten Rogall, Geschäftsführer Leipziger Stadtwerke.

Gesamtwirkungsrad von über 90 Prozent

Der Vertrag wurde stufenweise vergeben und beginnt nun mit der Planungsphase bis Ende 2020. Im ersten Quartal 2022 sollen die Lieferung und Montage der Gasturbinen in Leipzig erfolgen. Geplant ist, dass das neue Kraftwerk im 4. Quartal 2022 in den kommerziellen Dauerbetrieb übergeht. Zur bestellten Lieferung gehören neben den zwei Gasturbinen und Generatoren die gesamte Hochspannungstechnik, Gaskompressoren inklusive aller verbindenden Leitungen und zusätzlich eine innovative Schwarzstartlösung.

Die Anlage hat einen Gesamtwirkungsgrad von über 90 Prozent, davon beträgt der elektrische Wirkungsgrad der Gasturbinen 41 Prozent. "Mit einer innovativen Batterielösung wird die Schwarzstartfähigkeit des Kraftwerkes gewährleistet. Im Fall eines flächendeckenden Stromausfalls kann damit das Kraftwerk hochgefahren werden, ohne weitere Emissionen zu erzeugen. Dies ist ein weiterer Zuwachs an Versorgungssicherheit für die Stadt", sagt Maik Piehler, Geschäftsführer Leipziger Stadtwerke. (gun)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper